Donnerstag, 31. januar 2008
Viele Menschen beobachten gespannt die Entwicklung der Pflanzen über das Jahr hinweg. Da wird hoffnungsvoll auf das erste blühende Schneeglöckchen gewartet, voller Schrecken das Aufblühen der Haselnuß festgestellt oder erfreut ein blühender Zweig der Forsythie geschnitten.

Auch Wissenschaftler beobachten die Entwicklung bestimmter Pflanzen genau und notieren diese über das Jahr hinweg, über viele Jahre hinweg, über Jahrzehnte hinweg. Da werden tägliche Runden gemacht, um sofort notieren zu können, wenn eine Pflanze einen neuen Entwicklungsschritt beginnt. Dabei werden auffallende Entwicklungsphasen wie Austrieb, Blattentfaltung, Blüte, Reife, Laubverfärbung und Blattfall beobachtet und notiert. Jedes Jahr wird dazu in den einzelnen Beobachtungsgebieten die selbe Pflanze bzw. der selbe Standort beobachtet. Eine genaue Erläuterung zu den Phänologischen Beobachtungen z.B. des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gibt die Seite Phänologie im Deutschen Wetterdienst mit ihren Unterseiten.

Mit Hilfe dieser Beobachtungen unterteilt der DWD das Jahr in
10 Phänologische Jahreszeiten:
- Frühling, bestehend aus Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling
- Sommer, bestehend aus Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer
- Herbst, bestehend aus Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst
- Winter, darunter wird die Vegetationsruhe verstanden

Eine ausführliche Anleitung und Beschreibung der Entwicklungsphasen von beobachteten Pflanzen gibt es als pdf-Datei zum Downloaden auf der Seite der Schweizer Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Sie haben ebenfalls eine sehr ausführliche Seite zu dem Thema Phänologie und suchen auch noch Phänologische Beobachter in der Schweiz. Übrigens werden auch bestimmte Landwirtschaftliche Tätigkeiten mit beobachtet, z.B. Saat und Ernte bestimmter Pflanzen.

Wurden über ein Jahr hinweg in einer Region konsequent alle Phänologischen Beobachtungen festgehalten, dann kann anschließend eine Phänologische Uhr erstellt werden. Das ist ein grafisches Kreisdiagramm, aus dem mit einem Blick ersichtlich wird, wie die Jahreszeiten sich dort über das Jahr verteilt haben. Eine genauere Erläuterung mit einem Beispiel dazu gibt es auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes.

Die Daten der Phänologischen Beobachtungen können z. B. in Karten verarbeitet werden. Ein schönes Beispiel mit interaktiven Karten gibt es von der Schweizer Zentralanstalt. Zieht man den Pfeil unten links auf den Karten auf bestimmte Termine des Balkendiagramms, kann bei der jeweiligen Entwicklungsphase der zeitliche Verlauf durch die Schweiz beobachtet werden. Da finden die Beobachtungen in den kalten Bergregionen deutlich später statt als in den warmen Tälern.

Aber die Daten der einzelnen Entwicklungsphasen können auch in Form von Diagrammen ausgewertet werden. Solche Phänologie Diagramme bietet ebenfalls die Schweizer Seite der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

Kinder/ Schule:
Eine schöne Aktion für Kinder ist es zum Beispiel über das Jahr hinweg Daten für eine Phänologische Uhr in ihrer Region zu sammeln. Das kann z.B. nach den Sommerferien beginnen und bis zu den nächsten Sommerferien fortgeführt werden. Oder die Schüler sollen einfach Beobachtungen von zuhaus melden und es wird untersucht, ob es im Einzugsgebiet der Klasse schon Unterschiede gibt.

Im Garten sind Phänologische Beobachtungen ebenfalls sehr nützlich:
So besagt eine Gärtnerregel z. B., daß Lavendel und Rosmarin erst im Frühjahr zur Blüte der Forsythie richtig geschnitten werden sollen.

Aktion:
Der DWD in Deutschland und die schweizer Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik suchen noch aktive Phänologische Beobachter! Meldet Euch dafür einfach auf der jeweiligen Seite!

Naturtipps-Onlineaktion:
Tragt als Kommentar den Termin der Vollblüte der Schneeglöckchen bei Euch ein. Mal schauen, wie der Frühling dieses Jahr durch Europa zieht.

Den Start kann ich hier im Rheinland schon machen:
28.01.1008 - auf einer Wiese in Essen/ Rheinland

Macht alle Mit!
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Donnerstag, 31. januar 2008
Sooo schönen Blumen werden zum Valentinstag verschenkt - wer möchte da an Armut und Gift denken?

BUNDtipp: Fairer Valentinstag
Januar 2008

Deutschland ist Weltmeister des Blumenimports. Um den Bedarf an mehreren Millionen Tulpen, Rosen, Nelken oder Lilien pro Jahr zu decken, kommen 90 Prozent der Schnittblumen aus dem Ausland zu uns. Sie werden vor allem aus Ostafrika und Lateinamerika eingeflogen. Das Wissen um die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen auf Blumenfarmen trübt jedoch die Freude an den bunten Sträußen: Die Arbeiter bekommen nur geringe Löhne und sind einem übermäßigen Einsatz von zum Teil hochgiftigen Pflanzenschutzmitteln ausgesetzt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) rät deshalb nur Blumen mit den Siegel "Flower-Label-Program"(FLP) oder Rosen mit dem "fairfleurs"-Siegel von TransFair zu kaufen.

Die beiden Siegel garantieren eine Blumenzucht nach klar definierten sozialen und ökologischen Standards. Das heißt faire Löhne, Gewerkschaftsfreiheit, Verbot von illegaler Kinderarbeit, Gesundheitsschutz und Schutz der Umwelt. Mit dem TransFair-Siegel ausgezeichnete Blumenfarmen erhalten zudem von den Importeuren einen Aufschlag für soziale Projekte. In Deutschland kann man derzeit in 1.500 von 13.000 Blumenläden FLP-Blumen kaufen; sie sind auch online über Blumendirektversender bestellbar. Edeka und rund 500 Filialen der Handelskette Kaiser`s Tengelmann haben Rosen mit dem "fairfleurs"-Siegel in ihrem Sortiment. Falls eine Filiale die fair gehandelten Sträuße nicht im Sortiment führt, empfiehlt der BUND gezieltes Nachfragen - vielleicht werden sie dann auch bald in diesem Supermarkt angeboten.

Weitere Informationen zu "fairfleurs"-Rosen unter http://www.transfair.org. Adressen von Floristen in ihrer Nähe, die FLP-zertifizierte Blumen anbieten, sind unter http://www.fairflowers.de zu finden.

Passend dazu habe ich in der Ning Naturtipps-Community ein kurzes aber beeindruckendes Video gefunden:

"Sag mir, woher die Blumen sind..."

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Mittwoch, 30. januar 2008
BUND - Freunde der Erde Ökotipp:

Wandfarben ohne giftige Stoffe


Kopfschmerzen, Atemwegsreizungen oder andere Beschwerden im Wohn- oder Arbeitsbereich können ihre Ursache auch in den verwendeten Wandfarben haben. Sie enthalten oft giftige Lösemittel. Selbst der Aufdruck ''lösemittelfrei" bedeutet nicht garantierte Umweltfreundlichkeit, denn auch Formaldehyd oder Weichmacher können Bestandteile von Farben sein, warnt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Der BUND rät, Wandfarben zu wählen, die mit dem Blauen Engel gekennzeichnet sind. Hier darf der Lösemittelanteil 0,07 % nicht überschreiten. Noch besser sind Naturfarben. Sie bestehen aus edlen Ölen, Bienenwachs und seltenen Pigmenten wie der grünen Veroneser Erde. Allerdings sind sie meist deutlich teurer.

Wer will, kann natürliche Wandfarben auch selbst herstellen - so wie es Jahrhunderte üblich war. Leimfarben sind aus Wasser, pflanzlichem Leim und Pigmenten preiswert mischbar und decken sehr gut mit einem kreidigen und trockenen Effekt. In Feuchträumen sollten sie nicht eingesetzt werden, da sie nicht wasserfest sind.

Sogenannte Kalkkasein-Farbe hingegen ist wasserfest. Sie besteht aus Pigmenten, Magerquark und Sumpfkalk. Als Pigmente für Farben kommen Kreide, Marmormehl sowie bunte Erd- und Mineralpigmente in Frage. Kalk- und Silikatfarben haben zusätzlich antibakterielle und Schimmel hemmende Wirkungen. Sie können aber nicht auf Tapeten gemalt werden.

Stand: Oktober 2007


Naturtipps Ergänzung:
- Wandfarbe mit dem Blauen Engel
Achtung: nicht jede naturverträgliche Wandfarbe hat automatisch den Blauen Engel. Er kostet für die Firmen Geld, weswegen gerade kleinere Firmen häufig vor dem Label zurückschrecken.
- Adressen zu Naturfarben
- Renovieren - mit gesunden natürlichen Produkten, pdf-Datei vom KNR (Kompetenzzentrum Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen)
- Bei baustoffladen.de gibt es unter Wissen/ Service eine interessante Rubrik "Naturfarben"

Geschenkidee:
Warum nicht mal zum Umzug die Naturfarben für ein Zimmer schenken. oder einen Zuschuß, damit die Beschenkten sich solche Farben leisten können - z. B für gesundes Schlafen im Schlafzimmer...

Viele weitere Naturtipps findet Ihr unter www.naturtipps.de
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Montag, 28. januar 2008
Bilder: www.naturtipps.de

Jetzt im Winter gibt es wieder viele Gelegenheiten, frische Baumscheiben anzuschauen. Denn mit Rücksicht auf die Natur werden Bäume meist zu dieser Jahreszeit gefällt. Und dann liegen sie dort, die Stämme mit den schönen frischen Jahresringen. Sie erzählen einiges über das Leben des Baumes.
Wie sie entstehen? Unter www.wald.lauftext.de findet Ihr eine genaue Erklärung dazu.

TIPP: Schaut einmal zu, wie ein Baum gefällt wird oder ein dicker Ast abgesägt wird. Und dann fragt nach, ob Ihr eine Scheibe von dem Baum bekommen könnt. Am besten ist sie ein paar Zentimeter dick, damit sie stabil ist. Dann könnt Ihr Euch zuhaus genauer die Jahresringe anschauen. Jeweils ein heller und ein dunkler Ring ergeben zusammen einen Jahresring. Die Anzahl der Ringe sagt uns also, wie alt die Baumscheibe ist. Und die Breite dieser Ringe erzählt etwas über die Wachstumsbedingungen in dem Jahr. Je breiter ein Ring ist, desto besser konnte der Baum wachsen. Umso besser waren zum Beispiel das Wetter.
Manchmal haben alle Bäume einer Region die gleichen Schwankungen bei der Stärke der Ringe. So können Wissenschaftler sogar das genaue Alter von Holz bestimmen. Diese Wissenschaft nennt man Dendochronologie. Mehr dazu findet ihr unter www.g-o.de.

Bei Bäumen im Wald liegt es aber nicht unbedingt am Wetter. Dann ist zum Beispiel ausgelichtet worden. Das bedeutet, daß Bäume aus dem Wald entfernt wurden, damit die restlichen Bäume mehr Platz, Licht und Nahrung zum Wachsen haben. Und prompt wachsen sie dann auch besser und bekommen wieder breitere Jahresringe.
Anhand der Jahresringe sind auch Verletzungen des Baumes, der Rinde zu erkennen. Man kann sogar genau erkennen, wie lange es gedauert hat, bis der Baum die Verletzung wieder vernarbt hat. Ich hatte davon schon im Post über die Rindenfrottagen berichtet. Dort ging es um die Verletzungen von außen, an der Rinde. Jetzt sind sie von innen erkennbar.

TIPP: Sammelt die Baumscheiben verschiedener Baumarten und beschriftet sie. Ihr werdet merken, daß jeder Baum ein anderes Holz und andere Jahresringe hat (siehe www.wald.lauftext.de). Besonders schön werden die Scheiben, wenn sie auf einer Seite geschmirgelt werden. Laßt sie dafür vorher gut trocknen (Über eine Woche lang). Das geht am besten an einem kühlen trockenen Platz draußen, damit das Holz nicht so reißt. Denn wenn es zu schnell trocknet kann es starke Risse in der Baumscheibe geben, da das Holz beim Trocknen schrumpft. Reißen wird die Scheibe aber wohl auf alle Fälle. Eine schönere Scheibe gibt es, wenn man von einem dicken fertig getrockneten Ast/ Stamm (brennreifes Holz) eine Scheibe absägt. Sie reißt nicht mehr.

BASTELTIPPS: Wenn Ihr mehrere Baumscheiben habt, könnt Ihr Euch ein schönes Wandbild daraus machen. Befestigt sie dazu untereinander an einem langen Band. Das kann mit kleinen Nägeln gemacht werden oder indem Löcher reingebohrt werden. Wenn Ihr sie nach dem Schleifen noch ein wenig ölt (z. B. mit Speiseöl) werden sie kräftiger in den Farben.
Eine kleine Scheibe kann auch von unten mit Filz beklebt werden. Das gibt einen schönen Untersetzer für den Kochtopf. Und aus ganz kleinen Scheiben, z. B. von dicken Ästen können sogar passende Glasuntersetzer gemacht werden.
Und noch kleinere Scheiben aus hartem Holz können sogar als Knöpfe gearbeitet werden. Schleifen, zwei kleine Löcher rein - fertig.

Kinder nehmen kleinere Astscheiben auch gerne zum Stapeln. Dafür am besten einfach trockenes Brennholz aufsägen.

Als Geburtstagsgeschenk ist auch eine bemalte Baumscheibe schön, wie sie ganz oben abgebildet ist.

Ganz toll ist ein Tisch aus einer Baumscheibe. Aber dazu braucht man große und dicke Baumscheibe (5 bis 10 cm, je nach Größe) von einem fertig getrockneten Stamm. Dieser Tisch ist von einem über 150 alten Nußbaum. Die Scheibe mißt 160 mal 90 cm.

Dieses Stück versteinertes Holz ist ein Beweis, daß es in der Ägyptischen Wüste einmal Wald gab. Dort gibt es ein riesiges Areal mit versteinertem Holz eines alten Waldes.

Nocheinmal versteinertes Holz. Diesmal als Scheibe gesägt und geschliffen. Die Jahresringe sind sehr gut zu erkennen (Bsp. roter Strich).

Übrigens:
Bei Kräutern hat man auch entsprechende Jahresringe in den Wurzeln gefunden, z. B. beim Löwenzahn.
(siehe www.taz.de).

Ich freue mich allerdings mehr auf den Salat aus den Blättern. Bald ist es ja wieder soweit!


Ihr möchtet noch mehr Naturtipps - dann besucht meine Seite www.naturtipps.de!
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Sonntag, 27. januar 2008
Konventionelles Fleisch schmeckt doch auch!?

Nun, dann schaut Euch doch bitte diese kleinen Flashfilme an, sie heißen nicht "matrix", sondern "meatrix"...:
- The Meatrix 1
- The Meatrix 2 1/2, 2005

Und - schmeckt Biofleisch nicht doch besser?
Oder wenigstens Fleisch von kleinen Familienbetrieben?
Fleisch aus der Metzgerei von nebenan?
Regionales Fleisch ohne lange Lebendtransporte?

Lieber teuer und dafür seltener, Fleisch sollte etwas besonderes sein - kein Alltag. Unser Organismus braucht keine tägliche Fleischration! Erst recht keine tägliche Medikamentendosis getarnt als Fleischmahlzeit.

Hier ist noch ein netter Film, damit auch der Genuß von Milchprodukten bewußter geschieht:

- The Meatrix 2, 2005



Übrigens:
- Antibiotikum sammelt sich in Grundwasser und Antibiotikum sammelt sich in Pflanzen an. Beim Tier wandert es über die Gülle ins Trinkwasser und beim Menschen über den Verzehr über die Toilette.
- Resistenzen bilden sich durch ständige Anwendung der gleichen Antibiotika. Und wir wundern uns, daß immer weniger Antibiotika in der Medizin helfen?
- Hormone sammeln sich ebenfalls im Grundwasser und werden nur schwer wieder abgebaut

Also:
- wenn nicht für Euch, dann doch für die Tiere!
- wenn nicht für die Tiere, dann doch für Euch!
- wenn weder noch, dann doch für die Bauern und Metzger - für menschwürdige Arbeitsplätze auf und in Kleinbetrieben!
-> tierische Produkte aus Biologischer, ökologischer Tierhaltung!

Wo Ihr solche Produkte bekommt?
Mittlwerweile haben schon die großen Lebensmittelketten Bio - Tierprodukte.
Und wer ganz sicher gehen möchte und regionale Angebote sucht, kann in den folgenden Links schauen, ob sie ihm weiterhelfen:
- bioverzeichnis.de
- Bauckhof Shop, Demeterbetrieb
- Bio Landmetzgerei Bober, Bioland
- Scharun, Biometzgerei
- Biometzgereien, 12 Bookmarks bei LinkArena
- Raab - Der Biofleischer, Verkauf und Versand

Macht alle Mit!
von Macht alle mit!
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Samstag, 26. januar 2008
Eine Mutmachgeschichte zum Nachmachen

... dachte sich der Student Mahi Klosterhalfen. Viele seiner Mitstudenten dachten fast genauso: Keine Käfigeier kaufen! Und kauften im Super konsequent keine Käfigeier...
Aber was war mit der Mensa?
Dort gab es weiterhin Käfigeier!
Also wurde das langjährige NABU-Mitglied aktiv!
Wie er es geschafft hat, mit Unterschriften die Düsseldorfer Mensa innerhalb kürzester Zeit von Käfigeiern auf Freilandeier umzustellen, erzählt die Geschichte

Eier-Sieg in Düsseldorfer Mensa
Mahi Klosterhalfen über seinen Erfolg mit der „Initiative käfigfreie Mensa“!

Und wer auch aktiv werden möchte gegen Käfigeier in seiner Mensa oder Kantine, kann über Mahi.Klosterhalfen(at)gmail.com Kontakt aufnehmen mit dem erfolgreichen Tierschützer.

Macht alle Mit! Schritt für Schritt für käfigeierfreie Mensen und Kantinen in Deutschland!
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Tierschutz Community: Naturtipps
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Donnerstag, 24. januar 2008
Nachhaltigkeit ist zur Zeit in aller Munde. Mittlerweile gibt es sogar Studiengänge, die sich intensiv mit diesem Thema auseinandersetzen. In diversen Fachrichtungen gibt es Bereiche mit dem Schwerpunkt "Nachhaltigkeit". Auch im Forschungsbereich wird mittlerweile einiges angeboten...

Eine Übersicht für Studieninteressierte und Forschungsbegeisterte in diesem Gebiet gibt jetzt die neue Internetplattform leitfaden-nachhaltigkeit.de. Sie wurde erstellt von dem Institut Futur der Freien Universität Berlin und beinhaltet die Datenbank „Studium und Forschung zur Nachhaltigkeit“. Auch Aufbaustudiengänge und Praktikas können hier über eine Suchmaske gefunden werden. Parallel dazu ist vergangenen Herbst ein gleichnamiges Buch mit CD-Rom im W. Bertelsmann-Verlag erschienen.

Für zukünfige Studenten, die in den Bereich Nachhaltigkeit gehen wollen, lohnt sich auf alle Fälle ein Besuch der Plattform.
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Ausbildung/ Studium Community: Bücher
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Mittwoch, 23. januar 2008
Dieser Winter geizt bisher mit Schnee. Sehr zum Leidwesen aller Wintersportfreunde. Umso mehr locken die Urlaubsangebote aus den schneereicheren Regionen, z. B. Östereich. Aber Achtung, auch dort ist Schnee mittlerweile nicht gleich Schnee.
Vermehrt werden Schneekanonen eingesetzt, um die Pistensaison zu verlängern. Aber das kann nicht unerhebliche ökologische Folgen mit sich bringen, wie die Pressemeldung Künstliche Beschneiung – mit Kanonen gegen den Klimawandel deutlich macht.

Auf www.naturtipps.de gibt es dazu einen ausführlicheren Bericht vom Januar 2007 des NATURSCHUTZBUNDes Österreich zu dem jedes Jahr aufs Neue aktuellen Thema:

Künstliche Beschneiung

Position des NATURSCHUTZBUNDes Österreich
vom 23. Jänner 2007

Naturtipps Ergänzung:
Bei der Planung des Wintersporturlaubs, ob nun Snowboarding, Skilanglauf, Abfahrtslauf oder Schlitten, die Pistenbetreung berücksichtigen. Nur durch kritische Befragung des Veranstalters nach Skikanonen und eventuellem Buchungsverzicht wird ihm deutlich, daß das nicht der Wunsch der Schneetouristen ist!
Ebenfalls auf die Urlaubszeit achten. Wenn die natürliche Winterzeit in der geplanten Region vorbei ist, sollte dort kein Wintersporturlaub mehr gebucht werden...

Macht alle Mit! und Ski heil! und nicht Bein kaputt...
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Reisen Community: Naturtipps
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Dienstag, 22. januar 2008
Für meine Familie mit den beiden kleinen Kindern habe ich lange das richtige Brot gesucht. Die Ansprüche: gesund, bio, möglichst viel Vollkorn, so lecker, daß es jeder gerne ißt, finanzierbar und ohne lange Anfahrtswege öfter als 1mal wöchentlich frisch erhaltbar.

Ich habe leider kein Biovollkornbrot gefunden, daß für uns so lecker ist und meiner Familie jeden Tag aufs Neue ohne große Diskussionen schmeckt, also habe ich selber gebacken...
Dieses Brot ist in der Konsistens ein wenig krümelig und deshalb als Vollkornbrot für die Kinder leicht zu essen.

Nun zum Rezept:


Zutaten:
300 g Weizenweißmehl
300 g Vollkornhirsemehl, (bei uns frisch fein gemahlen)
400 g Vollkorndinkelmehl, (bei uns frisch fein gemahlen)

(ich habe die Mehlsorten auch schon erfolgreich variiert, z.B. Gerste/ Roggen/ Hafer anstatt Hirse, Weizen anstatt Dinkel...)

500 ml Wasser, warm
1 Ei
1 Würfel Hefe
3 Teelöffel Salz
1 El. Öl, Sorte nach Wunsch
1 El Honig
nach Bedarf Sesam, Leinsamen, Sonnenblumenkerne o.ä. (gesamt bis zu 2 Hände voll)

1 große Brotform

2 Schüsseln, 1 zum Rühren/ Kneten und 1 größere für ein warmes Wasserbad (das Wasser nehme ich anschließend zum Blumengießen)

Zubereitung:

In den 300 g Weißmehl in der Rührschüssel ein Nest machen, 200 ml warmes Wasser mit der Hefe und dem Honig reintun, mit einem Teil des Mehles verrühren und als Vorteig gehen lassen. Dazu die Schüssel mit einem Tusch abdecken und in das warme Wasserbad stellen, das Ei mit in das Wasserbad legen zum Vorwärmen.

20 Minuten warten, wärenddessen mahle ich den Dinkel und die Hirse

So, der Vorteig ist gegangen und hat leichte Blasen geschlagen.

300ml warmes Wasser, das Ei, das Mehl, das Salz zufügen.
Soviel von der Dinkel-/ Hirsemehlmischung zugeben, bis es ein fester Teig ist, der nicht oder kaum noch an den Fingern klebt. Ich brauche meist weniger als die angegebene Menge.

Den Teig in der Rührschüssel abgedeckt 20 Minuten im Wasserbad gehen lassen.

Während der Teig geht, fette ich die Form mit Butter und mehle sie innen ein.

Der Teig ist fertig gegangen. Nun werden die Kerne nach Bedarf rein geknetet, 1 bis 2 Hände voll. Danach kommt das Brot möglichst faltenfrei in die Form. Damit es nicht so große Risse oben bekommt kann es ein wenig eingeschnitten werden. Nun geht es mit einem Tuch abgedeckt nocheinmal 15 - 20 Minuten.
Der Ofen wird auf 220 °C vorgeheizt, ich stelle unten noch eine Metallschüssel Wasser mit rein.

Bevor das Brot nun in den Ofen kommt, mit einer Sprühflasche kurz mit Wasser einsprühen. Dann 35 Minuten backen.

Jetzt den Ofen ausschalten, das Brot bleibt noch 10 Minuten im Ofen.

Jetzt das Brot raus nehmen, nochmal mit Wasser absprühen und noch 10 Minuten in der Form stehen lassen.

Jetzt kann es aus der Form und

Guten Appetit!

Hefeteig ist eigentlich kein Teig für jeden Tag, da er dem Körper Eisen entzieht. Laut Kinderarzt sollten Kinder deshalb keine frischen Hefeprodukte bekommen, erst nach 1 Tag... Ich versuche dieses mit der Hirse aufzufangen, da sie dem Körper Eisen liefert. Das Weißmehl nehme ich dazu, damit das Brot für die Kinder leichter verdaulich ist. Mit diesem Brot gibt es bei uns keine Verdauungsprobleme. Die Magen-Darm-Infektionen haben wir auch sehr glimpflich erledigt, bzw. erst bekommen, als es über die Feiertage zur Feier der Tage so viel Brötchen und anderes Leckerzeug gab...
Aber mit dem Brot geht es uns einfach gut.
Zur Zeit essen meine beiden Kleinen es gerne getoastet, morgens mit Honig und abends mit Käse oder Wurst...

Übrigens: den Kindergartentest hat es auch mit Bravour bestanden, die Kinder haben kräftig zugelangt. Wenn es jemand in der Schule mal ausprobiert hat, freue ich mich über einen Kommentar, wie es dort angekommen ist.
Für Kinder ist es besonders toll, wenn sie auch beim Mahlen des Getreides dabei sein können. Ich nehme dafür meine Mühle mit in den Kindergarten. Dann erleben die Kinder, wie aus dem Korn Brot wird!

Der einzige Nachteil - es ist einfach zu schnell alle...

Eine mögliche Steigerung betreff Gesundheit wäre jetzt noch Sauerteigbrot - aber da essen die Kinder zur Zeit weder das Selbstgebackene noch das Gekaufte wirklich gut...
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Kochen Community: Kochen
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Montag, 21. januar 2008
Die erste Amsel hat gestern bei uns ihr Lied gesungen. Um den Frühling einzuläuten ist es noch zu früh. Die Brutsaison der meisten Vögel hat noch nicht begonnen. Lediglich der Fichtenkreuzschnabel zieht wohl zur Zeit erfolgreich seine Jungen in alten Fichtenbeständen auf. Falls er eine gute Nistmöglichkeit hat...

...und darum geht es heute. Noch ist genug Zeit, um den Vögel Nisthilfen für den Frühling und Sommer anzubieten. Aber die Meisen z.B. besuchen auch im Winter gerne Ihre Kästen, um dort zu übernachten. Bei einem extra große Schlafkasten habe ich einmal 7 Meisen morgens losfliegen sehen. Meise für Meise für Meise für Meise... verließ den Kasten. Und abends kamen sie nach und nach wieder. Es war in Waldnähe, die Tiere waren eindeutig froh um diesen sicheren und warmen Gemeinschaftsplatz.

Für Kinder sind solche Beobachtungen die Eintrittstür der Liebe zur Natur.

Was für Nisthilfen gibt es nun und wie können sie möglichst selber hergestellt werden? Im Folgenden gibt es einige Hinweise und Linktipps dazu.

Einen illustrativen Überblick wo was am Haus für Mauersegler, Haussperling, Taube, Mehlschwalbe und Rauchschwalbe möglich ist, gibt die Seite bauen-tiere.ch. Auch für andere Tierarten wie Igel, Fledermaus oder Molch gibt es hier wertvolle Tipps.

Bei Nabu.de gibt es für 2 Euro plus Porto eine dicke Broschüre mit Bauanleitungen "Wohnen nach Maß" zu bestellen.
Auf der selben Seite werden folgende Tipps ausführlicher erklärt:

- Materialien
- ca. 20 mm dickes unbehandeltes Massivholz von Fichte/ Tanne/ Buche
- Schrauben zur leichteren herbstlichen Reinigung und Kontrolle

- Wohnraum und Maße
- mindestens 12 mal 12 cm Bodenfläche
- Lochunterkante mindestens 17 cm über dem Boden gegen Katze und co.

- Anbringen von Nistkästen
- 2 - 2 Meter Höhe, falls Anleitung nichts anderes verlangt
- Ausrichtung Richtung Osten oder Südosten, sonst leicht zu heiß oder feucht
- an Bäumen mit Alunägeln oder Drahtbügeln befestigen
- gegen Regenwasser eher nach vorne, nie nach hinten überhängen lassen
- Kästen gleicher Bauart mit mindestens 10 m Abstand gegen Revierstreitigkeiten, außer bei Koloniebrütern
- am Besten im Herbst anbringen -> auch Überwinterungsmöglichkeit
- Halbhöhlen an Raubtiersicheren Wänden an Hauswänden, auf Balkonen oder an Schuppen und Gartenhäuschen.

- Reinigung
- nach der Brutsaison wegen möglicher Flöhe, Milben oder Lausfliegen. Also Spätsommer oder erst wieder Februar (falls der Siebenschläfer dort schläft)
- lediglich altes Nest entfernen und ausbürsten, keine Chemie!
- keine Kontrollen während der Brutsaison!

Unter bio-gaertner.de gibt es noch viele weitere Hinweise auf Nisthilfen und Wohlfühlhilfen für Vögel im Garten, die nicht unbedingt geschraubt werden müssen/ können, z. B.:
- alte Bäume für Spechte
- Dornige, dichte Hecken, die vor Raubtieren schützen
- dicke, dichte Nadelgehölze
- Sitzstangen und Astquirle (Büsche nicht auf den Stock setzen, sondern siehe Seite)
- Pfosten als Sitzkrücken für Greifvögel auf Wiesen/ an Feldrainen
- dichte Hecken, Sträucher und Bodendecker für Bodenbrüter
- dornige Gehölze als sichere "Kinderstube"
- wichtige Vogelgehölze: Berberitze, Eberesche, Efeu, Feldahorn, Felsenbirne, Feuerdorn, Hasel, Heckenrose, Hainbuche, Holunder, Kornelkirsche, Liguster, Pfaffenhütchen, Schlehe, Schneeball, Wacholder, Weissdorn, Schwarzdorn, Zierapfel
- dichte Kletterpflanzen an Häusern und Pergolen
- offene Ställe
- anbieten von Wasser- und Sandbademöglichkeiten
- und noch vieles mehr, die Seite ist wirklich sehr schön ausführlich!
- außerdem gibt es die wichtigsten Maße für verschieden Nisthilfen und Hinweise was wo für wen gemacht werden kann.
- großes Kapitel: Was beim Selbstbau beachtet werden muß!
- u.a. keine Sitzstangen an Nistkästen: erleichtern Räubern das Rauben!

...und sind Jungvögel aus dem Nest gefallen gibt es in Bayern folgenden Ansprechpartner:
Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. - Verband für Arten- und Biotopschutz, Eisvogelweg 1, 91161 Hilpoltstein, 09174/4775-0 (Fax -75). info@LBV.de. www.lbv.de/

Abbildungen vieler künstlicher Nisthilfen und weitere Informationen bietet die Seite wildvogelhilfe.org
Dort gibt es auch einen Bestellhinweis für wirklich originell kreativ gestaltete Nisthilfen.

Bauanleitungen:

- Spatzenhaus, als pdf-Datei vom NABU
- Mauerseglernistkasten mit 4 Brutplätzen, von mauersegler.klausroggel.de
- Abbildungen eines "Schwalbenhauses", welches mit künstlichen Schwalbennestern besetzt wurde
- Meisen, von http://enterpreis.san-ev.de/webspace/Seeigel.0207
- für Hohltaube, Schleiereule, Steinkauz, Turmfalke und Waldkauz bietet der BUND-Lemgo pdf-Dateien zum Runterladen

Die Seite www.swift.mynetcologne.de bietet Anleitungen für:
- Vierecknistkasten:
Fluglochwand zum Reinigen aufklappbar.

Geeignet für: Blaumeise, Tannenmeise, Kohlmeise, Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Feldsperling, Haussperling
- Vierecknistkasten:
Dach zum Reinigen aufklappbar.

Geeignet für: Blaumeise, Tannenmeise, Kohlmeise, Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Feldsperling, Haussperling
- Dreiecknistkasten:
Fluglochwand zum Reinigen abnehmbar;
diese Konstruktion ist etwas schwieriger, da zum Teil auf Gährung gesägt werden muss. Kasten unbedingt, zum Regenschutz, nach vorn geneigt aufhängen!
Geeignet für: Blaumeise, Tannenmeise, Kohlmeise, Haubenmeise, Kleiber, Trauerschnäpper, Halsbandschnäpper, Gartenrotschwanz, Feldsperling, Haussperling

Übrigens: Nistkästenbauen ist eine tolle Sache für Kinder, die aktiven Vogelschutz betreiben wollen! Deshalb hat der BUND, Regionalverband Südlicher Oberrhein eine tolle Kinderseite mit Bildergeschichte zum Nistkastenbau!
Dort gibt es neben vielen Tipps Anleitungen für folgende Nistkästen:
- Höhlenbrüter
- Halbhöhlenbrüter
- Mauerseglerkasten
- Schleiereulenkasten
- Baumläuferkasten

...und wer zwei linke Hände oder keine Zeit hat, der kann auch unter vielen Adressen Nistkästen für viele verschiedene Vögel bestellen! Holt Euch den singenden Frühling und Sommer in den Garten!

...und dann noch den Garten ein wenig wild lassen, damit die gefiederten Freunde auch fressen finden und das Leben wird gleich bunter und schöner!

Macht alle Mit!
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