Freitag, 29. februar 2008
Heute ist der Meteorologische Frühlingsanfang - ein Grund zum Feiern!

Und passend dazu kommen auch die ersten Kräuter raus:
Bei uns im Rheinland naschen die Kinder bereits am Schnittlauch und ich habe wieder die erste Pimpernelle auf dem Brot :-) Übrigens, die Hauswurz, die Ihr mit beim Schnittlauch seht haben wir den Winter über bei Ohrenschmerzen genutzt. Ausgepreßt mit der Knoblauchpresse und ein wenig ins Ohr geträufelt hat sie bei uns geholfen. Aber keine Garantie dazu, wie geschrieben, uns hat es bei Ohrenentzündung geholfen. Vielleicht einfach mal beim Hausarzt nachfragen oder weiter recherchieren...

Auch der Bärlauch ist bald erntereif. Und dazu hat der Naturschutzbund.at jetzt eine lebenswichtige Pressemeldung raus gegeben:

Frühlingszeit - Bärlauchzeit
Allerorts reckt der Bärlauch seine Spitzen schon aus dem Boden und findet seinen Weg in unsere Küchen. Leider kommt es aber immer wieder zu Verwechslungen mit dem giftigen Maiglöckchen oder der Herbstzeitlose - letztere enden zu 90% tödlich. Deshalb gibt der NATURSCHUTZBUND Tipps, wie man den Bärlauch sicher erkennen kann.
Das beste Unterscheidungsmerkmal ist übrigens der Knoblauchgeruch. Aber Achtung: Jener der Blätter und nicht der der Finger!


Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlose




1) Bärlauch (Allium ursinum L.)



Bilder:
- Bärlauchblätter, Autor: Alexander Mrkvicka
- Bärlauchblüten, Autor: Josef Limberger

Beschreibung: Bärlauch wächst gerne in Laubwäldern
Blätter sind länglich, lanzettlich, weich, lindgrün, sie haben einen Stiel, wachsen einzeln aus dem Boden und werden bis zu 45 cm hoch. Sie ähneln den Blättern des Maiglöckchens 2.
Der doldige Blütenstand hat fünf bis 20 weiße sternförmige Blüten.
Das Auffälligste an der Pflanze ist jedoch der Knoblauchgeruch, den auch schon die jungen Blätter besitzen. Durch zerreiben der Blätter tritt er stark hervor und kann so vor oft tödlichen Verwechslungen bewahren. Aber Achtung: Wenn die Hände bereits nach Knoblauch riechen, ist Vorsicht angesagt!

Blütezeit: Mai bis Juni

Verwendete Pflanzenteile: Blätter: März bis Mai (vor der Blüte)

Wirkstoffe: Der Bärlauch besitzt - ähnlich wie der Knoblauch - viele verschiedene Schwefelverbindungen im ätherischen Öl, Allicin, Vitamin C, Ätherisches Öl: Vinylsulfid, Merkaptan, Mineralsalze, Eisen, Schleim, Zucker

Sammelhinweis: Da der Bärlauch immer beliebter wird, sollte man beim Sammeln auch auf die Erhaltung der Pflanze achten. Generell sollte man nur dort sammeln, wo es erlaubt ist und sich große Bestände befinden. Zwei Drittel der Blätter jeder Pflanze sollten stehen bleiben, damit die Pflanze genug Kräfte sammeln kann, um die Zeit bis zum nächsten Frühjahr zu überstehen.



2) Maiglöckchen (Convallaria majalis L.)



Bilder:
- Maiglöckchenblätter, Autor: Alexander Mrkvicka
- Maiglöckchenblüten, Autor: NATURSCHUTZBUND-Archiv

Beschreibung:
Blattloser Blütenstängel. Meist zwei Grundblätter.
Form der Blätter sehr ähnlich dem Bärlauch, allerdings umschließen Maiglöckchenblätter die Sprossachse. Sie sind dunkelgrün und viel dicker und fester als jene des Bärlauchs. Maiglöckchenblätter sind langgestielt, werden 10 -20 cm hoch und sind an der Basis oft violettrötlich oder grün. Sie wachsen paarweise aus dem gleichen Stengel und umfassen diesen deutlich.

Blütezeit: Mai bis Juni

Früchte: August bis September

Giftige Pflanzenteile: Die ganze Pflanze, besonders Blüten und Früchte

Giftstoffe und Wirkung: 38 herzwirksame Steroidglykoside enthalten die einzelnen Teile des Maiglöckchens. Der Wirkstoffgehalt der Blätter ist nach der Blüte am höchsten. Die Inhaltsstoffe sind teilweise wasserlöslich.

Symptome: Haut und Augenreizung, Reizung des Magen-Darm-Trakts, Harndrang, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckanstieg, danach -abfall bis zum Kollaps, verlangsamte Atmung, Herzstillstand.

Erste Hilfe: Haut- und Augenspülung, Aktivkohle, Erbrechen auslösen, Abführmittel, Beatmung, Herzmassage.



3) Herbstzeitlose (Colchicum autumnale L.)



Bilder:
- Blätter der Herbstzeitlose, Autor: Alexander Mrkvicka
- Blüten der Herbstzeitlose, Autor: Josef Limberger

Beschreibung:
Die Blätter sind fleischig, lanzettlich, werden 15 bis 20 cm hoch. Im unteren Bereich der Blätter sitzt versteckt die Frucht, eine 3-teilige Kapsel. Die Blätter umhüllen die Kapselfrucht, die Blüten stehen einzeln. Die Samen sind braunrot und kugelrund (ca. 2-3mm Durchmesser) mit einer nasenförmigen Ausstülpung.

Blütezeit: August bis November

Früchte: Mai bis Juni

Giftige Pflanzenteile: Die ganze Pflanze. Wurzelknolle und Samenschale enthalten die größten Wirkstoffmengen.

Giftstoffe und Wirkung: Die Herbstzeitlose enthält etwa 20 verschiedene Alkaloide. Schon geringe Mengen wirken tödlich, die Sterblichkeit bei Vergiftungen liegt bei 90%!

Symptome: Übelkeit, Schock und Benommenheit, starker Harndrang, Krämpfe, Schweißausbrüche, kolikartige Magenschmerzen, blutiger Durchfall. Manchmal blaugefärbte Lippen. Stark erhöhter Puls. Tod durch Atemlähmung.

Erste Hilfe: Sofort erbrechen lassen. Aktivkohle und Natriumsulfat geben, warmen Tee oder Kaffee verabreichen. Schocklagerung.



Sobald die Blüten erscheinen ist die Verwechslungsgefahr gebannt:




Gegenüberstellung Bärlauch - Maiglöckchen - Herbstzeitlose

Geruch:

Bärlauch: Nach Knoblauch
Maiglöckchen: Kein Knoblauchgeruch
Herbstzeitlose: Kein Knoblauchgeruch

Blätter:
Bärlauch: Einzeln am Stängel, in Gruppen dicht beieinander. Das Blatt hat einen langen Stängel, der direkt aus dem Boden wächst
Maiglöckchen: Immer zwei Blätter am gleichen Stiel, die Blätter umfassen den Stängel
Herbstzeitlose: Mehrere Blätter an einem Stiel, die Blätter umfassen den Stängel

Blüte:

Bärlauch: Sammelblüte wächst in Hülle nach oben
Maiglöckchen: Mehrere kleine Blüten hängen vom Blütenstängel
Herbstzeitlose: Blüten erst im Herbst. Ansätze dazu im Frühjahr in der Mitte des Stängels

Quellen:

Alberts Andreas, Mullen Peter, Giftpflanzen in Natur und Garten.- 2003, Stuttgart, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH&Co.

Hecker Frank und Katrin, Naturkalender 2007.- 2006, Ulmer Verlag.

http://www.uni-graz.at/~katzer/germ/Alli_urs.html


http://www.heilkraeuter.de/lexikon/baerlauc.htm

http://www.museum-joanneum.steiermark.at/cms/dokumente/10125143_2995051/962d8a7d/Botanik%20NL%202004%2002.pdf

http://www.survival-forum.com/archive/index.php/t-83.html


Da hat Naturtipps nur noch ein einziges Übrigens:
Bärlauch gibt es mittlerweile auch saisonal auf Wochenmärkten, in Bioläden und zum Teil in Supermärkten!
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Freitag, 29. februar 2008
Heute wird gefeiert - seit Ende September bringt der große Bruder dieses Blogs, www.Naturtipps.de regelmäßig Artikel! Und heute erscheint der 100. Post! Dazu gibt es eine Feier mit Rückblicken aus den vergangenen 99 Posts:

Erst einmal übereichen wir einen dicken Blumenstrauß - Logo, wo gefeiert wird, da gibt es Blumen. Im Garten blühen die ersten Narzissen. Wer keinen Garten hat, der organisiert einen Fairen Strauß.

Bild: www.pixelio.de/ Sybille Daden

Und was schenken wir?

Schauen wir nach unter dem Label "Geschenkidee". Dort gibt es, meist im unteren Teil der Posts, reichlich Geschenkideen, die dem Gedanken des Tier-, Natur- und Umweltschutzes entsprechen! Hoppla - und da gibt es sogar Geschenkablehnungen - nanu...
Jetzt noch schön und umweltfreundlich eingepackt!

Bild: www.naturtipps.de


Für das leibliche Wohl ist natürlich auch gesorgt:
frisch gebackenes Brot mit hausgekochter Maulbeermarmelade ist immer lecker. Die Butter schlagen wir schnell aus Biosahne selber. Und wer keine Marmelade möchte, bekommt die frische Butter gemischt mit dem ersten Schnittlauch und Bärlauch aus dem Garten. Angestoßen wird mit einem leckeren Biowein... oder, wer möchte, einfachem Leitungswasser. Mineralwasser sparen wir uns bei den momentanen Diskussionen über Uranwerte lieber.

Bild: www.pixelio.de/ Isolde Winkler

Und wem jetzt, mit dem wechselhaften Wetter Ende Februar, kalt ist, der bekommt frisch gebackene Maronen...

Serviert wird alles passend auf einer großen Baumscheibe als Tisch!



Wo nach dem Essen weitergefeiert wird! Natürlich in der Weidenhütte!


Leider ist es zu warm, sonst hätte ich den Garten für Euch mit Eiskunst geschmückt.



Schade, daß Ihr nicht alle mit Kind und Kegel kommen könnt - der Weg wäre für die meisten Naturtippsfreunde zu weit, eine Einladung zu kurzfristig und die Hütte zu klein... Platz ist zwar in der kleinsten Hütte, wie das Sprichwort sagt, aber die ist wirklich zu klein. Dabei könnten wir bei den vielen Themen, die Naturtipps anspricht, locker die Nacht durchmachen.

Ach, aber wenn Ihr schon mal hier seit, schaut doch gleich nach, ob Ihr schon bei den Onlineaktionen mitgemacht habt, bevor Ihr weiterzieht...

Wie auch immer, diese virtuelle Eislaterne hätte Euch bei Frostwetter den Weg zeigen können

Na, dann laßt uns zum Abschied noch einmal zusammen anstoßen! Ich sage "Danke" für den Besuch! Und kommt mal wieder vorbei, auch ohne ein Fest ;-)

Und nun laßt uns alternativ zusammen mit dem Kleinen Maulwurf feiern:
 


Wer jetzt wirklich ein reales Naturtipps-Fest feiern möchte, der kann doch spontan für den 1. März, dem meteorologischen Frühlingsanfang, seine Nachbarn/ Freunde zu sich einladen...

Macht alle Mit!

Feiert den Frühling!

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Mittwoch, 27. februar 2008
Bilder dieses Posts: www.meinklang.at

Bioweine müssen den Vergleich mit konventionellen Weinen nicht scheuen - im Gegenteil: sie bringen durch das Fehlen einiger konventioneller Zusatzstoffe wesentlich schwerer einen Kater...

Normalerweise traue ich mich kaum, mal ein Glas Wein zu trinken. Bei vielen konventionellen können sich schnell Kopfschmerzen melden. Bei einem Biowein ist das kein Problem. Der Kopf bleibt klar und der Wein schmeckt nach Wein! Gewiß, das gibt es auch bei guten konventionellen Weinen - aber bitte, welcher Wein ist zuverlässig kopfschmerzfrei gut? Wenn ich unterwegs bin, weiß ich es erst hinterher :-(

Wer jetzt auch einen Biowein probieren möchte, kann sich z.B. im nächsten Bioladen eine leckere Flasche aussuchen. Denn mittlerweile gehören Bioweine zum Sortiment fast jeden Bioladens. Es gibt auch schon Onlineversandseiten, die Bioweine anbieten - einfach mal unter "Biowein" rumgoogeln. Auch Bioland hat Winzer unter Vertrag. Sie sind im Verzeichnis der Bioland-Winzer zu finden. Dort finden sich von vielen Winzern die Seitenadressen.

Das mittlerweile 20 Jahre alte Schweizer Label Delinat bietet ebenfalls Bioweine. Die Anbauvorschriften und Herstellungsrichtlinien sind dabei laut eigener Aussage strenger als die EU-Vorschriften. Auf ihrem Internetauftritt gibt es viele Interessante Informationen über Weine.

Mittlerweile gibt es sogar eine ganz "neue" Methode im biologischen Weinanbau: der Weinstock wird im Winter nicht mehr geschnitten, sondern darf wild wachsen. Dadurch werden die Trauben zwar kleiner und der Ertrag geringer aber die Trauben sind wesentlich gehaltvoller und der Wein aromatischer. Langsam spricht es sich rum, daß es durch diese Anbaumethode etwas besonderes gibt - aber der Pionier ist und bleibt der "Graupert" von MEINKLANG. Einziger Haken: der Wein wird von der Stehleiter aus geerntet...



Noch eine Besonderheit dieses Weines: er darf in Beton-Eiern reifen. Sie bieten laut Winzer die optimalen Bedingungen zum Reifen des Weines... Es können sogar "Genuß Aktien" hierzu gekauft werden!

Bilder dieses Posts: www.meinklang.at

Bioweine müssen den Vergleich mit konventionellen Weinen nicht scheuen - im Gegenteil: sie bringen durch das Fehlen einiger konventioneller Zusatzstoffe wesentlich schwerer einen Kater...

Normalerweise traue ich mich kaum, mal ein Glas Wein zu trinken. Bei vielen konventionellen können sich schnell Kopfschmerzen melden. Bei einem Biowein ist das kein Problem. Der Kopf bleibt klar und der Wein schmeckt nach Wein! Gewiß, das gibt es auch bei guten konventionellen Weinen - aber bitte, welcher Wein ist zuverlässig kopfschmerzfrei gut? Wenn ich unterwegs bin, weiß ich es erst hinterher :-(

Wer jetzt auch einen Biowein probieren möchte, kann sich z.B. im nächsten Bioladen eine leckere Flasche aussuchen. Denn mittlerweile gehören Bioweine zum Sortiment fast jeden Bioladens. Es gibt auch schon Onlineversandseiten, die Bioweine anbieten - einfach mal unter "Biowein" rumgoogeln. Auch Bioland hat Winzer unter Vertrag. Sie sind im Verzeichnis der Bioland-Winzer zu finden. Dort finden sich von vielen Winzern die Seitenadressen.

Das mittlerweile 20 Jahre alte Schweizer Label Delinat bietet ebenfalls Bioweine. Die Anbauvorschriften und Herstellungsrichtlinien sind dabei laut eigener Aussage strenger als die EU-Vorschriften. Auf ihrem Internetauftritt gibt es viele Interessante Informationen über Weine.

Mittlerweile gibt es sogar eine ganz "neue" Methode im biologischen Weinanbau: der Weinstock wird im Winter nicht mehr geschnitten, sondern darf wild wachsen. Dadurch werden die Trauben zwar kleiner und der Ertrag geringer aber die Trauben sind wesentlich gehaltvoller und der Wein aromatischer. Langsam spricht es sich rum, daß es durch diese Anbaumethode etwas besonderes gibt - aber der Pionier ist und bleibt der "Graupert" von MEINKLANG. Einziger Haken: der Wein wird von der Stehleiter aus geerntet...



Noch eine Besonderheit dieses Weines: er darf in Beton-Eiern reifen. Sie bieten laut Winzer die optimalen Bedingungen zum Reifen des Weines... Es können sogar "Genuß Aktien" hierzu gekauft werden!

Geschenkidee:
Für eingeschworene Weinfreunde ist ein schöner Biowein immer eine nette Überraschung.


Na dann - Prost!
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Kochen Community: Naturtipps
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Mittwoch, 27. februar 2008
Bild: www.pixelio.de, Rolf van Melis, Den Durchblick bewahren

Der WWF hat aktuell einen Artikel zur Urwaldzerstörung für die Papierherstellung veröffentlicht. Dieser Artikel steht für viele seiner Art - weltweit werden Urwälder zerstört zur Papierherstellung - sei es für Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Hefte, Drucker, Kopierer, Toilettenpapier, Taschentücher, Küchentücher, Notizzettel,...
Hier also der Artikel und danach gibt es Alternativen zu diesem Raubbau für Euren Alltag:

Zerstörung der Torfwälder auf Sumatra durch die Papierindustrie heizt Klimawandel massiv an

Frankfurt, Pekanbaru/Sumatra: Nirgendwo sonst schreitet die Regenwaldzerstörung so rasant voran wie in Indonesien – und nimmt damit erheblichen Einfluss auf die Veränderung des Weltklimas. Einer heute veröffentlichten WWF-Studie zufolge übertreffen die jährlichen Treibhausgas-Emissionen einer einzigen Provinz auf der indonesischen Insel Sumatra die der ganzen Niederlande - Tendenz steigend. Grund dafür sind vor allem die riesigen unterirdischen Kohlenstoffvorkommen in den Torfwäldern und Sümpfen Sumatras, die durch die Regenwaldvernichtung freigesetzt werden. Die Hauptschuld für die Umweltzerstörung im großen Stil gibt der WWF den beiden international tätigen Papierkonzernen APP und APRIL: Sie opfern die Heimat der vom Aussterben bedrohten Elefanten, Tiger und Orang-Utans seit Jahrzehnten für die billige Herstellung von Zellstoff und Papier.

Wie die Studie zeigt, wurden innerhalb der letzten 25 Jahre allein in der Provinz Riau rund 4,2 Millionen Hektar und somit 65 Prozent der ursprünglichen Wälder vernichtet. Im gleichen Zeitraum schrumpfte die dortige Elefantenpopulation um 85 Prozent auf nur noch 210 Tiere. Der Tigerbestand ging um 70 Prozent auf 192 Tiere zurück. Seit Anfang der 2000er Jahre verhandelte der WWF mit APP und APRIL darüber, ihren immensen Holzbedarf so zu gestalten, dass keine schützenswerten Wälder mehr zerstört werden. Nachdem die Gespräche über eine Umkehr zu nachhaltiger Waldwirtschaft weitgehend gescheitert sind, startet der WWF heute eine neue Initiative für die letzten noch verbliebenen Regenwaldinseln Sumatras: Weltweit wenden sich die Naturschützer mit dringenden Appellen, alle zerstörerischen Aktivitäten in Indonesiens Wäldern unverzüglich zu beenden, an die beiden Konzerne. Zudem fordert der WWF Banken und Regierungen dazu auf, sich nicht durch weitere Kreditvergaben an den Machenschaften von APP und APRIL zu beteiligen.

Auch Nina Griesshammer, Regenwaldexpertin des WWF Deutschland, ist aktiv. Sie ruft deutsche Finanzinstitute und Unternehmen dazu auf, sich am Kampf gegen den Handel mit Zellstoff und Papier aus Sumatra zu beteiligen. Ihr Ärger ist groß: „APP und APRIL agieren wie die sprichwörtliche Axt im Walde, ohne auf die berechtigten Interessen des Umwelt-, Arten- und Klimaschutzes einzugehen. Auf ihrem Raubzug durch die Wälder nehmen sie das Aussterben der letzten Sumatra-Elefanten und Tiger leichtfertig und ganz bewusst in Kauf.“

Mit der neuen Studie wurden erstmals die Zusammenhänge zwischen der Regenwaldzerstörung auf Sumatra, dem Rückgang der dort lebenden bedrohten Arten und dem Klimawandel erforscht. Die dafür zugrundeliegenden Daten wurden im Auftrag des WWF Indonesien von der Umweltmonitoring-Agentur Remote Sensing Solutions in München und Wissenschaftlern der Universität Hokkaido analysiert.

Und hier die Naturtipps zu dem Thema:
- Papier-Eintrag bei Wikipedia
- Auf der Internetseite des Blauen Engels gibt es eine lange Liste von Produkten aus Recyclingpapier, einfach in der Produktliste mal rumsurfen

Papier muß nicht immer aus Holz sein! Alternativen, als Geschenkidee oder auch für den Alltag sind z. B.

Bild: www.pixelio.de/ Ulrich E. K. Schmid
Echte Dickhäuter können das...

- In Indien wird Elefantendungpapier hergestellt. Da die Tiere sehr viel Rohfaser fressen und diese aufschließen aber schlecht verdauen, ist ihr Dung ein idealer Rohstoff zur Papierherstellung

- Hanfpapier, Hanf ist im Verhältnis zu Holz bei gleicher Fläche 5 - 10 mal ergiebiger, außerdem wird bei der Herstellung sehr wenig Chemie benötigt und es kann öfter recyclet werden, da die Fasern stabiler sind
- Anleitung und Info zu Hanfpapier
- Da finde ich doch nur eine Seite im www, wo Alltags-Hanfpapier Hanfpapier, A4, weiss (30 % Hanf) zu beziehen ist... Wer weiß mehr? Bitte im Kommentar melden! Einzig ebay hat handgeschöpftes Hanfpapier und Blättchen aus Hanfpapier
- Besondere Hanfpapierbögen, handgeschöpft

- Direktrecyceltes Papier, hauptsächlich Kartenmaterial wird hier zurechtgeschnitten zu Briefumschlagen und Schreib-/ Notizpapier

- FSC-Papier: Der Einsatz von Frischfasern aus nachhaltiger Waldwirtschaft - FSC-zertifiziert

- Jeanspapier

Video:
-
Spongebob Schwammkopf - Ein kleines Stück Papier
Eine Spongebob Folge - Sie zeigt: Wir sollten Papier mehr schätzen, denn es ist mit etwas Phantasie vielseitig einsetzbar...

Übrigens wurde das erste Papier aus Lumpen hergestellt. Damals war der Lumpensammler ein reicher Mann mit einem einträgliches Geschäft. Als der Papierbedarf durch die Drucktechnik immer größer wurde, wurde es schließlich unter Strafe gestellt, Tote in ihrem Leichenhemd zu beerdigen. Der Stoff war zu wertvoll...
Und wir nehmen Papier zum Toilettengang mit... :-(

Nutzt Recycling-Papier!

Macht alle Mit!

Übrigens:

Im Post "036) Papierschöpfen - erlebtes Recycling" gibt es eine Anleitung zum Papierschöpfen.

Weidenhüttenprojekt:
Es gibt wieder eine Ergänzung im Post "084) Weidenhütte - ein Projekt in unserem Garten"
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Alltag Community: Tier-, Natur- und Umweltschutz
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Dienstag, 26. februar 2008
24. Februar

Bilder: www.naturtipps.de

Endlich wieder an der Hütte - nach einer Woche Pause... Und auch gleich wieder ein gutes Stück geschafft.

Mittlerweile lege ich mir die Zweige auch auf der anderen Seite der Hütte griffbereit zurecht, da es mühsam ist, sie immer wieder durch die Enge zu fädeln.
Mein Werkzeug bei dieser Aktion ist übrigens recht sparsam:
- große Astschere
- kleine Astschere
- Kneifzange
- Bindfaden, Draht

Mit der Kneifzange drücke ich die Äste vor, wenn ich sie stark biegen muß, besonders an den Enden. Dann brechen sie nicht ganz so leicht, sondern haben mehrere vorgegebene Stellen zum Biegen:

Mit Bindfaden und Draht habe ich provisorisch das Dach oben zusammengebunden, das wird später dann richtig sortiert - sieht momentan echt chaotisch aus... Da es so eng ist unter den Bäumen, hatte ich die Äste bereits gekürzt oben. Allerdings wünsche ich sie mir manchesmal länger zum besseren Fixieren. Aber nun, die Hütte wird am Ende warscheinlich nicht so hoch, also sind sie lang genug...






Na, das sieht doch immer mehr nach einer Hütte aus...
Das Vorwärtskommen wird langsam leichter, da ich an immer mehr Stellen bereits Stäbe überspringen kann. Leider muß ich aber auch aufpassen, daß die waagerechten Äste nicht dicker sind als die senkrechten, sonst knicken mir diese noch ab. Also komme ich doch nicht viel schneller vorwärts - aber für die Hände ist es nicht mehr sooo anstrengend... Die dicken Enden werden jetzt abgeschnitten.
Da das Geflecht am Eingang nicht so schnell wächst, wie an den Kreuzungspunkten, arbeite ich dort die agbeschnittenen Enden zum Teil mit ein.


Wer den Anfang der Hütte erleben  möchte, kann den Post "

084) Weidenhütte - ein Projekt in unserem Garten" besuchen.


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25. Februar

Hallo,
seht Ihr auch, was ich sehe - heute habe ich den ersten senkrechten Stab abgeschnitten, weil es zu eng wurde!!! Ich näher mich dem Ende - die Kinder können es kaum noch abwarten...



Bilder: www.naturtipps.de

Die Zeit hat es erlaubt - die Hütte wächst weiter. Die Zweige im Vorrat werden allerdings auch immer dünner - hoffentlich habe ich genug. Als nächstes muß ich jetzt überlegen, wie hoch sie werden soll und wie ich es dort oben flechte... das wird eng für mich in der Kinderhütte ;-)

Der Eingang ist schon höher als breit - noch passe ich durch.


von Macht alle mit! veröffentlicht in: Garten Community: Naturtipps
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Sonntag, 24. februar 2008
Dieser Newsletter landete in meinem Postfach:

Liebe Freundinnen und Freunde des Regenwaldes,

der Bundestag berät in den nächsten Wochen mehrfach über die Folgen des weltweiten Agrarsprit-Booms, also über drohende Regenwaldvernichtung, einen verschärften Angriff auf das Klima und noch mehr globalen Hunger.



Agrarenergie bedeutet volle Tanks und leere Teller!


Passend zum Thema können Sie auf unserer Webseite eine Petition an die Bundestagsabgeordneten unterschreiben gegen die Verwendung von tropischen Pflanzen zur Stromerzeugung in Kraftwerken und als Benzin- und Dieselbeimischung. Hier gehts zur Unterschriftenaktion: http://www.regenwald.org



Eindrücke aus erster Hand, was Agrarenergie aus Palmöl für die Menschen in Indonesien bedeutet, geben zur Zeit Feri, Direktor der Umweltorganisation WALHI Jambi auf Sumatra und Nordin, Geschäftsführer der Organisation Save our Borneo im Rahmen einer Informationsreise durch Deutschland.

Veranstaltungen mit den beiden indonesischen Umweltaktivisten sind  geplant in:

(Teltow bei Berlin, 20.02.2008, 19:30 Uhr im Saal des Bürgerzentrums Teltow, Marktplatz 1-3)

(Uelzen, 23.02.08, 19:00 Uhr in der Vinothek Gutenberg, Rademacherstr.11)

Brake, 26.02.08, 20.00 Uhr im Hotel Landhaus, Am Stadion (Abzweigung Weserstraße)

Offenbach, 27.02.08, 19.30 Uhr im DLM Ledermuseum, Frankfurter Str. 86

Würzburg, 28.02.08, 19 Uhr im Weltladen Würzburg, Plattnerstraße 14

Mannheim, 01.03.08, 19.00 Uhr im Jugendkulturzentrum FORUM, Neckarpromenade 46

Freiburg, 03.03.08, 19.00 Uhr im Großen Saal der Caritas International, Karlstraße 40

Lindau, 04.03.08, im Haus der Dialoge am Hauptbahnhof Lindau-Insel

Hamburg, 05.03.08., 19.00 Uhr im Asien-Afrika Institut (Raum 121), Edmund-Siemers-Allee 1 (Ost)



Eventuelle Änderungen können in unserem Büro erfragt oder auf unserer Webseite unter Termine eingesehen werden.



TV-Tipp

Hier Bio - dort Tod: Vom Sterben des Orang-Utan  Reportage von Inge Altemeier. NDR 3, Montag, 25. 2. 2008 um 23 Uhr



Herzliche Grüße

Rettet den Regenwald e.V.

http://www.regenwald.org



Hier noch ein aktueller Bericht zu den Besuchern aus Indonesien:



http://www.abendblatt.de/daten/2008/02/20/850040.html



Bio-Energie Indonesische Umweltschützer berichten über Armut und Naturzerstörung durch Plantagen-Projekte

"Das Palmöl raubt uns den Wald und damit die Existenz"



Von Angelika Hillmer



"Es kann doch nicht sein, dass Autos unser Fett wegessen." Das sagt der 37-jährige Indonesier Nordin, der auf Borneo mitansehen muss, wie der Regenwald, der den ansässigen Kleinbauern eine Existenz verschaffte, Stück für Stück Palmöl-Plantagen zum Opfer fällt. Nordin arbeitet, wie sein Landsmann Feri Irawan (33), in einer indonesischen Umweltgruppe. Beide besuchen Deutschland, um zu erzählen, wie sehr sie, ihre Landsleute und der Regenwald unter dem Palmöl-Boom in Europa leiden. Das Öl, wichtigster Fettlieferant in Asien, fließt in hiesige Blockheizkraftwerke und bald wohl auch in Autotanks.



Heute sind Nordin und Feri Irawan in Berlin, bei der Bundestagsanhörung zum Einsatz von Biomasse sowie zu dessen ökologischen und sozialen Folgen. Die Indonesier wollen am Rande der Vorträge die Situation in ihrer Heimat beschreiben. "Bei uns in Südkalimantan, dem Kerngebiet der letzten Orang-Utans, hatten wir Ende 2006 etwa 200 000 Hektar Palmöl-Plantagen. Heute sind es 600 000 Hektar. Überall wird Wald abgeholzt. Wir können der Entwicklung nicht mehr folgen." Bis zu 4,5 Millionen Hektar Palmöl-Plantagen sollen in Zentralkalimantan entstehen, fürchtet Nordin.



Auf der Insel Sumatra, der Heimat von Feri Irawan, ist die Entwicklung weiter fortgeschritten. Die umgebenden Restwälder wurden zu Nationalparks erklärt - und dürfen von der lokalen Bevölkerung nicht mehr genutzt werden. Damit verlieren die Kleinbauern die Möglichkeit, im Wald zu jagen, wilden Kautschuk und Kräuter zu sammeln, kleine Felder anzulegen.



In Indonesien konkurrierten das alte Recht, das der lokalen Bevölkerung ein Bleiberecht einräumt, mit einem modernen Gesetz, das demjenigen das Land zuspricht, der es erschließt. "In Jakarta werden Lizenzen an Großkonzerne vergeben, die dann den Leuten das Land nehmen", sagt Irawan. "In der Provinz Jamba kämpfen 20 000 Menschen darum, ihr Land zurückzubekommen." Der Ölboom schaffe im Gegenzug keine Jobs für die Einheimischen, betont Irawan, denn die Plantagenarbeiter stammten von der Insel Java.



Irawan erzählt vom Holzkonzern Sinar Mas. Der hatte den Kleinbauern versprochen, sechs Hektar mit Ölpalmen zu bepflanzen, zur Deckung des Eigenbedarfs. Tatsächlich wurden 600 Hektar gerodet. "Nach Jahren bekamen die Leute ihr Land zurück. Sie ernteten die Ölfrüchte, aber die müssen innerhalb eines Tages ausgepresst werden. Und die einzige Ölpresse der Region hat Sinar Mas. So mussten die Bauern ihre Ernte zu einem Dumping-Preis an den Konzern verkaufen."



In Deutschland gibt es Initiativen, ein Öko-Zeichen für umwelt- und sozialverträglich gewonnenes Palmöl einzuführen. Nordin und halten nichts davon. "Es darf kein Öko-Label für Palmöl geben, denn eine Monokultur kann nicht nachhaltig sein", sagt Nordin. "Ein Label liefert den Konzernen nur ein Argument, ihr zerstörerisches Geschäft fort zu setzen."


Naturtipps meint: Macht alle Mit!

Agrarsprit kann nicht die Alternative sein!

Videos:
Passende Videos gibt es zu dem Thema im Sozialen Netzwerk "Naturtipps" unter der 96) in der Vidoüberschrift.

Übrigens:
Wer Interessen hat, ist eingeladen bei dem Netzwerk mitzumachen. Einfach kostenlos anmelden und ich nehme Euch an.


von Macht alle mit! veröffentlicht in: Umweltschutz Community: Tier-, Natur- und Umweltschutz
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Samstag, 23. februar 2008
Bild: www.naturtipps.de

Bald hat der Haupt-Blog "www.Naturtipps.de" 100 Posts - es gibt mitterweile täglich eine neue Anregung zum aktiven Tier-, Natur- oder Umweltschutz oder Ideen zum Spaß haben und Kennenlernen der Natur.

Also ist es an der Zeit, einmal in den Wald zu rufen und zu lauschen, wie es herausschallt...

"Haaaalllloooooo! Was habt Ihr für Anregungen und Wünsche für "Naturtipps"? Gibt es ergänzende Ideen oder ist er, so wie er ist, genau richtig für Euch? Was haltet Ihr von der Idee des Sozialen Netzwerkes "Naturtipps"?

----------------- lausch.............!

Was das Soziale Netzwerk "Naturtipps" ist?

Dort können alle Ihre Ideen und Tipps zum Tier-, Natur-, und Umweltschutz und rund um die Natur einbringen. Hier ist keine reine Berichterstattung gefragt, sondern sind immer auch Tipps zu den Themen gefragt... Es können sich zusätzlich Gruppen bilden mit eigenen Foren. Posts fließen zusammen in einer Hauptseite, Videos und Bilder können übersichtlich für alle hochgeladen werden - aber es können auch Privatbereiche nur für den Freundeskreis gebildet werden. Ich bin gespannt, wie sich das entwickeln wird und weiß selber noch nicht alle Möglichkeiten dieses Angebotes ;-) Schaut doch mal vorbei, ich feue mich über weitere Anregungen, oder macht mit. Allerdings - dort ändert sich noch einiges - wie das so ist im Aufbau...

Meine Idee des Sozialen Netzwerkes "Naturtipps" - ohne Rechner wäre es nicht möglich! Und ich möchte es aufbauen, um Tier-, Natur- und Umweltschützern, und -schützerinnen natürlich, eine themenübergreifende übersichtliche Kommunikations-Plattform zu bieten, die sie aktiv nutzen und mitgestalten können... Über ihre Blogs dort, über öffentliche und nichtöffentliche Gruppen und Foren dort, über ihre Beiträge. Da kann z.B. ein Umweltschützer mal eben schauen, was es im Tierschutz aktuelles gibt, der Tierschützer sich mit einem Klick auch über ökologische Themen informieren und z.B. ein BUNDler schauen, was Greenpeace gerade macht. Es kann ein Aufruf an alle gestartet werden, der von dort weitergetragen werden kann... Alles, ohne auf zig Webseiten vorbeizuschauen - das ist mein Ziel dieses sozialen Netzwerkes.

Denn sie alle wollen doch das Gleiche: der Natur helfen!


Also, schreibt mir doch hier einen Kommentar oder eine Email an naturtipps add gmail dot com (natürlich in mailmäßiger Schreibweise)!

Übrigens:
Dieser "Ruf in den Wald" ist immer aktuell, auch nach dem 100. Post!

Macht alle Mit!

----------------- lausch............. ;-)
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Aktion Community: Naturtipps
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Freitag, 22. februar 2008
Bild: www.pixelio.de/ später, Schau mir in die Augen!

Der bernsteinfarbene Blick fasziniert mich immer wieder, besonders, wenn er in der Morgensonne aufleuchtet. Manchmal ist es auch ein warmer kupferner oder goldener Ton, der einen freundlich anblinzelt - Augen, die ich nie wieder vergessen werde... Ich könnte mich in sie verlieben!

Die Augen der Kröten!

Ja, Ihr lest richtig. Schaut ihnen einmal richtig in die Augen, vergesst alles andere herum und schaut ihnen in die Augen. Sie sind wunderschön, leuchten warm an den kalten Frühlingsmorgenden und lassen hoffen auf den richtig warmen Frühling. Da ist der Prinz zum Greifen nah – vielleicht doch einmal ein Küsschen wagen?

Zwei Jahre lang habe ich morgen für morgen in den Frühlingswochen während der Wanderungszeit Kröten und Molche zusammen mit quirligen Fröschen eingesammelt und über eine Straße gebracht. Immerhin soll eine Erdkröte in einem Terrarium 40 Jahre alt geworden sein...
Ich begleitete sie jeden Morgen, manchmal auch abends – manchmal bei Schneeregen, denn ein paar Unerschrockene gab es immer, manchmal bei schönem, warmen Frühlingsregen. Ihr kennt diesen weichen Regen bestimmt auch. Ein Regen, der einfach dazu verlockt, stehen zu bleiben und das Gesicht in die Tropfen zu halten...

Nun - wen es jetzt auch zu den Kröten mit den verzauberten Augen lockt, der kann sich den Podcast "Kröten und Frösche auf Wanderschaft" vom NABU anhören. Oder schaut gleich bei www.amphibienschutz.de vorbei, ob Ihr noch als Sammler gefragt seid! Denn für diesen aktiven Tierschutz werden eigentlich immer Helfer gesucht. Besonders in Jahren wie diesen, in denen sich die Wanderzeit durch einen früh beginnenden und wechselhaften Frühling über eine lange Zeit ziehen wird.

Für viele Kinder und Jugendliche ist es übrigens eine tolle Erfahrung, einmal beim Sammeln dabei zu sein! Lehrer oder auch Kindergärtnerinnen, die einen Zaun in der Nähe haben, sollten die Mühen nicht scheuen, und einmal mit ihren Kindern morgens dabei sein...
Denn Kinder verfallen diesem Blick noch leichter fürs Leben :-)

Videos gibt es wieder im Sozialen Netzwerk "Naturtipps":
- 094) Kröten in Schweden
- 094) Kröten gehen...
- 094) Kröte im Kellerschacht
- 094) Schau ihnen in die Augen...

Viel Spaß und Macht alle Mit!
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Tierschutz Community: Tier-, Natur- und Umweltschutz
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Donnerstag, 21. februar 2008
Tschernoby hin und her - Pilze sind lecker!
Und damit nicht jeder Pilzfreund im Herbst durch den Wald stapft, um sich "seine" Pilze zu holen, hier die Alternative im heutigen BUND Ökotipp:

Pilze selbst anbauen

Pilze sind eine Delikatesse. Jahr für Jahr suchen Tausende Sammler in Wald und Wiese nach ihnen. Diese Leidenschaft hat zusammen mit Umwelteinflüssen dazu geführt, dass heute viele natürliche Pilzbestände gefährdet sind. Wer auf den Genuss nicht verzichten und Wildpilze trotzdem schonen will, sollte sich einen eigenen Pilzgarten anlegen.

Pilze gedeihen genau an den feuchten und schattigen Stellen im Garten, an denen sonst wenig wächst. Als Nährboden eignen sich sauberes Stroh und frisches Holz. Pilzbruten werden von Pilzfarmen zusammen mit der dazugehörigen Kulturanleitung verkauft. Bequemer aber auch teurer wird der Anbau mit fertig geimpften Strohballen und Hölzern. Bis sich die ersten Pilze zeigen, vergehen meist mehrere Monate. Bei Shii-take-Pilzen dauert es sogar zwei Jahre.

Das Frühjahr ist eine gute Zeit, um mit der Pilzzucht zu beginnen. Das Holz oder Stroh wird mit der Pilzbrut geimpft und danach auf schattiger Erde oder Rasen gelagert. Einsteigern empfiehlt der BUND den Pilzanbau auf Stroh. Dort gedeihen zum Beispiel der Austernseitling und der Kulturträuschling. Einige Pilze wie der violette Rötelritterling und bestimmte Champignonarten lassen sich auch in Beeten oder Kästen kultivieren. In die Zwischenräume des Pilzgartens passen Buschwindröschen, Sauerklee, Waldmeister, Efeu oder Immergrün. Sie sorgen für das nötige feuchte Kleinklima.

Naturtipps ergänzt noch:
Für Kinder ist es immer eine interessante Sache, wenn sie mitbekommen, wie eine Pflanze wächst und dann geerntet wird - warum nicht einfach mal Pilze mit ihnen anbauen...

Übrigens:
Der Artikel kommt zwar schon Ende Februar, aber die Haupt-Pilzzuchtzeit beginnt erst im April. So habt Ihr noch genug Zeit zum eigenen Recherchieren, Vorbereiten und Suchen.

Ein pdf-Dokument mit interessanten Informationen zur Pilzzucht gibt es auf der Seite des Schweizer Gartencenters Tann-Rüti.

Interessant ist auch der Artikel Austernpilze als Hoffnungsträger
im Südwesten Ugandas
. Zu finden als pdf-Datei auf www.oystermushroom.ch.

Bei Wikibooks.org gibt es auch ein eigenes "Buch" zur Pilzzucht.

Ein Pilz-TV mit Videos zur Pilzzucht gibt es bei www.pilzgarten.info.

Ein Forum zur Pilzzucht findet Ihr z. B. bei www.kulturpilz.de. Dort gibt es auch eine schöne Bilderserie über eine professionelle japanische Pilzzucht.

Mindestens so viel Erfolg und radioaktivarme gute Ernte für mehr Ruhe bei den heimischen Pilzen im kommenden herbstlichen Wald wünscht Naturtipps ;-)
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Garten Community: Naturtipps
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Mittwoch, 20. februar 2008
Ein gelber Schleier liegt in den Büschen...



Bilder: www.naturtipps.de


Hier im Rheinland sind sie schon seit fast 2 Wochen zu beobachten - die feinen gelben Schleier im Gebüsch von Parks und an Wegrändern. Die wärme- und sonnenliebende Kornelkirsche (Cornus mas) hat sich zum Winterende festlich gekleidet. Sie trägt solch einen zauberhaften zarten Schleier und wird doch immer mehr aus den Gärten verbannt. Denn auffällige Ziergehölze sind gefragt - die knallige Forsythie, der duftende Schneeball, die Zaubernuß als wahrer Winterblüher und die vielen anderen beliebten Ziergehölze.
Dabei ist sie sehr pflegeleicht, wächst relativ langsam und treib auch bei starkem Rückschnitt problemlos wieder aus...

Aber da ist unsere Bienen- und Vogelfreundin, die kalkliebende Kornelkirsche auf der Strecke geblieben.
Schade, denn was heut meist nur noch als Strauch bekannt ist, kann eigentlich ein stolzer Baum mit dem härtesten hier wachsenden Holz werden! Ihr Holz ist so massiv und schwer, daß es im Wasser untergeht! Laut Wikipedia ist es so hart, daß früher Speere und Speerschäfte sowie die Speichen der Wagenräder aus ihr gefertigt wurden.

Und Ihre Beeren sind berühmt für ihren hohen Gehalt an Vitamin C (70-125 mg/100 g Frischsubstanz) - oder besser waren, denn heut wird die Arbeit in der Küche gescheut. Ihre Früchte enthalten einen großen zweihäusigen Kern und leider wenig Fruchtfleisch.

Auf der Seite cornelissen.de wird allerdings von einer möglichen Renaissance der Kornelkirsche geschrieben, da es mittlerweile Züchtungen gibt, die deutlich mehr Fruchtfleisch bringen.

Wikipedia befaßt sich über viele Kapitel ausführlich mit der Kornelkirsche - es gibt viel zu schreiben über sie, da sie früher eine bedeutende Nutzpflanze war. Wer einmal Ihre Marmelade gekostet hat oder einen mit ihr zubereiteten Likör kosten darf, der schätzt sie auch heute noch. Wagenspeichen werden ja kaum mehr gedrechselt und wer macht heute schon seinen Spazierstock selber... Aber früher wurde vom Laub über die Rinde und das Holz bis zur Frucht alles verwendet - und die Blüten dienten den Honigbienen als erste Nahrung neben dem Weidenkätzchen. Auch medizinisch hat sie einige Bedeutung.
Es lohnt sich, bei Wikipedia in der Ausarbeitung von Dr. Josef Cornelissen, über den "Wunderbaum" genauer nachzulesen!

Wichtig für die Naturtipps ist vor allem ihre Ökologische Bedeutung.
Hier ein Auszug aus Wikipedia dazu:
"Auch heute noch hat die Kornelkirsche, obwohl sie im Duden und anderen Wörterbüchern als „Ziergehölz“ bezeichnet wird, ihren praktischen Nutzen: der Herzwurzler hat ein intensives Wurzelsystem mit starker Adventivwurzelbildung, das erosionsgefährdeten Boden gut befestigt. Da sie schnittfest ist und selbst bei starkem Rückschnitt wieder ausschlägt, eignet sie sich auch gut als Hecke (empfehlenswerte Größe: 150–200 cm hoch, 70–100 cm breit). Mit ihrer Trägwüchsigkeit und maximalen Wuchshöhe von etwa 8 m passt sie gut in die heutigen kleinen Gärten. Hinzu kommt, dass sie gegen Luftverschmutzung widerstandsfähig sein soll, von keinem bedeutenden Schädling befallen wird und ihre Rinde nicht unter Wildverbiss zu leiden hat. Allerdings gehört sie zu den Bäumen und Sträuchern, die im Herbst am frühesten ihr Laub verlieren, oft schon Anfang Oktober.

Sie hat auch ihren Wert für einheimische Tiere: Blätter und Triebe werden gern von verschiedenen Wildarten wie Feldhase und Reh angenommen. Die nektar- und pollenreichen Scheibenblüten sind im Frühjahr neben der Salweide erste Nahrung für Honig- und Wildbienen. Die Kirschen werden von einer Anzahl Vogelarten wie Kernbeißer, Dompfaff, Kleiber und Eichelhäher sowie Haselmaus und Siebenschläfer gefressen. Auch Fliegen und manche Käferarten wie der Flache Glanzkäfer ernähren sich von ihren Pollen und ihrem Nektar.

In Nordrhein-Westfalen warb die Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten (LÖBF) im Frühjahr 2000 in Pressemitteilungen für die Anpflanzung von Kornelkirschen. Bereits 1998 hatte sie die Kornelkirsche in einer Pressekampagne zur Pflanze des Monats März gekürt. Sie sei der als Vorfrühlingsblüher häufig angepflanzten, aus China stammenden Forsythie ökologisch weit überlegen, da sie den Bienen wesentlich mehr Nahrung gebe und zudem die Früchte im Herbst eine begehrte Vogelnahrung seien."


Wie auch immer, wer noch Platz im Garten hat und einen ökologischen und leckeren Strauch sucht, der liegt bei ihr richtig. Nur ist im Herbst dann die Frage, wer ernten darf... unsere gefiederten Freunde oder wir.

Kinder:
Da das Pflücken der Früchte sehr mühsam ist, diese aber am Busch zum Teil recht niedrig hängen und der Busch dornen- und stachelfrei ist kann daraus zum Beispiel eine Kinderaktion mit anschließendem Marmeladekochen gemacht werden. 1:1 mit Äpfeln gemischt ist sie auch nicht mehr so intensiv im Geschmack (und es gibt mehr Marmelade).
Aber Achtung, nur die ganz reifen Früchte ernten. Am Besten ist es sogar, einfach den Busch/ Baum amzuschütteln und die Früchte aufzulesen - wobei die Erntezeit sich durch verteiltes Abreifen über 2 - 3 Wochen ziehen kann.

Geschenkidee:
Schenkt zum Richtfest doch den glücklichen neuen Gartenbesitzern eine Kornelkirsche mit leckeren Rezepten für die Beeren und noch mehr leckeren Rezepten. Wichtiger Tipp dazu: die Beeren erst zur Vollreife ernten, wenn sie bereits weich und dunkelrot werden. Vorher sind sie noch zu sauer. Die Kerne lassen sich am Besten nach dem Kochen entfernen, indem das Muß durch ein Sieb gestrichen wird (Flotte Lotte, Passiersieb).

Namenskunde:
Eine sehr interessante Seite zu dem Namen "Cornelissen" und somit der Kornelkirsche bietet die Seite cornelissen.de, erstellt von Dr. Josef Cornelissen. Er befaßt sich auf seiner ausführlichen Seite zu diesem Namen auch mit dem Cornelius-Kirschen-Baum und hat den absolut umfangreichen Text bei Wikipedia erstellt.

Macht alle Mit!
Gebt diesem Allroundtalent eine Chance im Garten, auf dem Vereinsgelände und vermehrt auch wieder auf öffentlichen Flächen! Noch ist Pflanzzeit!
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Garten Community: Naturtipps
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