Montag, 31. dezember 2007
Und hier der ultimative letzte  Naturtipp im Jahr 2007:

nachdem morgen die Knallerei und Schießerei vorbei ist, könnt Ihr auf Beutezug gehen: sammelt die Holzstöcke der Raketen, sie eignen sich super zum Anbinden kleinerer Blumen! Die angeschwärzte Seite vom Starten wird einfach nach hinten gedreht. Schon habt Ihr praktische Anbindestäbe für den Sommergarten.


Das spart im Sommer Ausgaben für Anbindehilfen - und so macht das Aufräumen sogar Spaß, wenigstens was diese Reketen betrifft.

Habt ihr auch noch Verwendungstipps für Raketenreste? Dann schreibt sie doch als Kommentar für alle auf :-)

Macht alle Mit!

Nocheinmal einen Guten Rutsch in das Jahr 2008 wünscht

Gundula von Naturtipps.dewirnti_bug_fck
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Sonntag, 30. dezember 2007
Es geht ganz schnell, es macht Spaß und es ist spannend! Jeder kann mitmachen beim Bookcrossing!

Hä, was ist denn das?

Genau das richtige für den guten Vorsatz im Neuen Jahr: weniger Fernsehen und dafür mehr lesen. Um mehr Spannung in das Lesen zu bringen, gibt es bereits seit 2001 das Bookcrossing!

Spannend wie in einem Krimi gibt es hier in die Wildnis freigelassene, die dann verfolgt und möglichst auch eingefangen werden. Seit April 2001 werden von allen Menschen, die an diesem weltweiten Projekt teilnehmen, Bücher irgendwo abgelegt. Diese Bücher wurden zuvor auf bookcrossers.de registriert und haben einen Bookcrosser-code. Meist ist er in einem eingeklebten oder aufgeklebten Label eingetragen. Wird das Buch nun gefunden, kann der Finder im Internet es auf bookcrossers.de identifizieren und es dort als von ihm gefunden melden.

Dann passiert erst mal nichts - d.h. doch, der Finder kann das Buch lesen, gratis, für lau - eben für den Eintrag, oder auch nicht Eintrag.

Stunden, Tage, Wochen später - das Buch ist zuende gelesen, wurde auch daheim wiedergefunden und ist bereit! Bereit für den nächsten Freigang. Der aktuelle Leser kann sich nun eine bekannte Bookcrosserstelle in der Nähe zum Freilassen suchen. Er kann es aber auch überall anders liegen lassen - sei es der Friseur, das Wartezimmer des Arztes, eine Wetterfeste Parkbank, im Urlaub Übersee oder oder oder. Dann - trägt er den Freilassungsort  unter dem Buchcode bei bookcrossers.de ein. Und nun wartet das Buch, wartet auf einen neuen Finder, Leser, bookcrosser...

Irgendwann dann findet jemand das Buch, schaut aufgrund des Labels hoffentlich bei bookcrosser.de vorbei, oder ist schon bookcrosser, hat das Buch vielleicht aufgrund des Eintrags bereits aktiv gesucht! Und eine neue Runde mit neuen Einträgen kann beginnen...

Neugierig geworden? Dann laß doch mal ein Buch frei, daß Du zuvor bei bookcrossers.de registriert hast. Oder schau nach, wo bei Dir die nächste Stelle mit solchen Büchern ist und such Dir eins aus. Es ist garantiert alles gratis - nur mußt Du das Buch wieder frei lassen... Es ist nicht Dein Eigentum, es ist ein freies Buch ;-)

So bekommt Lesen eine ganz neue Dimension, so wird lesen zu einem finanzierbaren Vergnügen ohne feste Leihzeiten und Mahngebühren. Freie Bücher für freies Lesen, das ist bookcrossing! Und Ressourcenschonung - ein Buch für viele Leser.

Geschenktipp: Verschenkt ein Buch fertig vorbereitet zum Bookcrossin, also mit Label und Codenummer. Der Beschenkte kann es dann in Ruhe lesen, muß es aber nicht bis in alle Ewigkeit als Andenken an Euch im Schrank bewahren, sondern darf es weitergeben, offiziell "verlegen"...

Übrigens auch eine schöne Idee für Kinderbücher - legt einen offiziellen Ort zum Bookcroosen fest, zum Beispiel in der Schule und deponiert dort registrierte Bücher, aus denen Eure Kinder raus gewachsen sind. Es gibt genug lesefreudige Kinder, die sich keine Bücher leisten können! Und selbst, wenn diese Bücher evtl. nicht im Internet weiter eingetragen werden - gelesen werden sie bestimmt...

Befreit Eure Bücherschränke vom Zweitbuch!

Macht alle Mit!

Naturtipps wünscht einen guten Rutsch und tolle Bücher im neuen Jahr!


Kennt ihr schon Orte/ Plätze an denen Bücher zum Bookcrossing ausgelegt sind, dann schreibt/ beschriebt/ nennt sie  als Kommentar für die anderen Leser - sozusagen als Einstiegshilfe zum Bookcrossing...
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Samstag, 29. dezember 2007
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Photo: G. Kerekes, Nicht alle Tiere verbringen die Sylvestertage so entspannt - ganz im Gegenteil!

Ich weiß, sie kann auch Menschen töten... Aber für die Tiere kommt sie aus heiterem Himmel - PENG - Die Hölle des Jahres hat begonnen!

Das ist jetzt provokativ geschrieben, aber es ist eben so. Fragt einmal bei Tierärzten nach oder in Tierheimen oder bei Tierpflegern im Zoo oder im Zirkus, oder oder oder...

Klar, vielen Tieren macht die Knallerei nichts aus. Aber es gibt auch Hunde, die gehen an diesen Tagen nicht raus und lösen sich nur in der Wohnung vor lauter Angst. Ich werde nie das Pferd vergessen, daß vom Tierarzt mit dutzenden Stichen zusammengeflickt wurden, weil es nachts panisch in Zaun gerast ist ... eine Kindheitserinnerung.

Andere Haustiere rennen vor Angst von Zuhaus fort und landen im Tierheim, unter irgend einem Auto, nirgendwo...  Wildtiere rennen vor Autos, in Zäune ...

Übrigens: Hunde hören ca. 18 mal so gut wie wir! 

Viele Tierbesitzer machen sich schon lange vor Sylvester Gedanken, wie sie ihr Tier über die Knallertage bringen. In Tierforen werden jetzt wieder ganze Seiten damit gefüllt. Siehe mein Hauptblog mit Linktipps zu solchen Foren www.naturtipps.de 

Auch der Deutsche Tierschutzbund beschäftigt sich in jährlich wiederkehrenden Pressemitteilungen mit dem Thema. Daher auch die Aussage in dem Posttitel. Verlinktes Zitat: Die Sylvesterknallerei stellt für Tiere eine starke Belastung dar und kann für diese sogar tödlich enden. 

Nocheinmal der Deutsche Tierschutzbund: Haustiere und frei lebende Wildtiere leiden an Silvester unter extremer Geräuschsbelästigung verursacht durch Böller, Raketen und Co. Ungewohnte Lautstärke und heftiges Knallen machen den Jahreswechsel für Haustiere zur Qual. Tierhalter sollten ihren tierischen Lieblingen in der Silvesternacht besondere Aufmerksamkeit schenken und geeignete Rückzugsmöglichkeiten schaffen. Der Deutsche Tierschutzbund mahnt zudem an, am Waldrand, auf Waldlichtungen oder auch in der Nähe von Parkanlagen, Stallungen oder Privathaushalten mit Tieren "knallerfreie Zonen" einzuhalten und dort auf keinen Fall Feuerwerke zu zünden.

Ich denke, da ist für alle meine Bitte verständlich: Schränkt Euch ein! Keine lauten Knaller! Und wirklich nur Sylvester zu Mitternacht! Knallerei vorher und hinterher ist wie Sommer mit Schnee, Zahnpaster mit Zucker oder Bescherung vor Weihnachten: einfach unpassend...

Oder wie der Deutsche Tierschutzbund auffordert: "Wir raten das eingeplante Geld nicht komplett zu verknallen, sondern sinnvollen Zwecken und Einrichtungen, beispielsweise den Tierschutzvereinen mit ihren Tierheime zuzuführen." , so Apel. der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. 

Übrigens: Auch viele Kleinkinder haben Angst vor der Knallerei, weinen sich durch die Nacht und wollen an den Tagen nicht raus! 

Also: Macht alle Mit! 

Aber wie meint mein Mann gerade: den Artikel kannst Du Dir eh sparen. Das lesen ja nur die, die sowieso nicht knallern wegen der Tiere... Trotzdem habe ich geschrieben - vielleicht erzählen es ja diese erfolgreich weiter - nur Sylvester, nur Mitternacht, udn bunt anstatt laut. Das streßt unsere tierischen Freunde und einige Kinder schon genug - Danke!


Schreibt im Kommentar Eure Erfahrung mit Tieren, mit Problemtieren, mit Wildtieren!
Gebt Tipps für andere Leser, wie Problemtieren geholfen werden kann.

von Macht alle mit! veröffentlicht in: Sylvester Community: Naturtipps
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Freitag, 28. dezember 2007
Sylvester kommt in riesen Schritten. Plötzlich knallt es und dann ist es wieder soweit: die Glascontainer laufen über. In diesem BUND Ökotipp auf www.naturtipps.de wird dazu passend das Glasrecycling genauer unter die Lupe genommen.

Übrigens: Besser als Recycling ist nur noch Pfand oder gar nicht erst kaufen. So ist es eigentlich eifacher Leitungswasser oder Tee anstatt abgefülltem und transpotiertem Wasser zu trinken. Einfach mal bei den Wasserwerken nachfragen, ob die Wasserqualität dafür o.k. ist. Sogenannte Erfrischungsgetränke sollten sowieso nur als Besonderheit und nicht alltäglich auf den Tisch kommen. 

Anstatt Glaskonserven zu kaufen, lieber mal selber kochen oder einlegen - das ist ebenfalls gesünder. Bei uns sind Marmeladengläser dadurch meist Mangelware...

Tipp: Versucht nicht gleich nach Sylvester die leeren Flaschen zum Container zu bringen. Lagert sie erst zuhaus, bis wieder Platz in den Containern ist. Denn das jährliche Sylvesterchaos an den Containers muß doch nicht sein, wenn wir alle ein bischen mitdenken :-)

 Macht alle Mit!

Habe eben noch schöne Basteltipps für leere Flaschen und Gläser gefunden! Mehr unter www.naturtipps.de

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Mittwoch, 26. dezember 2007
Jetzt nach den Feiertagen ist es wieder soweit: Essen? Bloß nicht! Die Mahlzeiten fallen wieder etwas sparsamer aus. Gemüse kommt weiterhin auf den Tisch, ebenso Kartoffeln, es darf auch gerne mal eine Suppe sein. Na, und zwischendurch hätte man auch gerne mal eine heiße Brühe zum Aufwärmen...

Kein Problem!

Wer Kartoffeln und Gemüse kocht, kann in das Kochwasser etwas Gemüsebrüheninstant geben anstatt Salz. Das schmeckt erstens besser, ist zweitens gesünder und gibt drittens eine leckere Basis für Brühen und Suppen. Die Brühe hält sich problemlos 2 - 3 Tage im Kühlschrank.

So wird aus "Abwasser" die Basis für leckere und gesunde Mahlzeiten! Und versucht es doch mal mit so alltäglichen und unbekannten Zutaten wie Steckrüben, Pastinaken und Topinambur... Mut zu neuem! Wie die aussehen, erfahrt Ihr auf meinem Hauptblog www.naturtipps.de

 

Guten Appetit und

Macht alle Mit!

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Mittwoch, 26. dezember 2007
DSCN4928.JPGPhoto: G. Kerekes, Steckrübe und Pastinake bereit für die Suppe.

Jetzt nach den Feiertagen ist es wieder soweit: Essen? Bloß nicht! Die Mahlzeiten fallen wieder etwas sparsamer aus. Gemüse kommt weiterhin auf den Tisch, ebenso Kartoffeln, es darf auch gerne mal eine Suppe sein. Na, und zwischendurch hätte man auch gerne mal eine heiße Brühe zum Aufwäremen...

 

Kein Problem!

 

Wer Kartoffeln und Gemüse kocht, kann in das Kochwasser etwas Gemüsebrüheninstant geben anstatt Salz. Das schmeckt erstens besser, ist zweitens gesünder und gibt drittens eine leckere Basis für Brühen und Suppen. Die Brühe hält sich problemlos 2 - 3 Tage im Kühlschrank.

 

So wird aus "Abwasser" die Basis für leckere und gesunde Mahlzeiten! Und versucht es doch mal mit so alltäglichen und unbekannten Zutaten wie Steckrüben, Pastinaken und Topinambur... Mut zu neuem! Wie die schöne Pflanze Topinambur aussieht, erfahrt Ihr auf meinem Hauptblog www.naturtipps.de

 

Guten Appetit und

Macht alle Mit!

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Montag, 24. dezember 2007

stillen01.jpgBild: Kerekes, Stillen beruhigt Kind und Mutter -

 

...so denke ich nach erfolgreichem Stillen meiner beiden Söhne.

 

1. waren Joseph und Maria arme Menschen. Sie konnten sich keine Hebamme leisten.

2. gab es damals noch nicht die billigen Kunstmilchprodukte, die angeblich die Muttermilch so gut ersetzen können.

 

Was also blieb Maria anderes übrig, als den frisch geborenen Sohn an ihre Brust zu nehmen?! Sie wollte, konnte und durfte ihm die Nähe und Zuwendung geben, die jeder Säugling braucht. Und siehe, er wurde ein kräftiger Junge - ja er war der Sohn Gottes.

 

Laßt uns dieses Zeichen erkennen und unseren Kindern die Nahrung von Gottes Sohn geben: Muttermilch! Denn die Brust ist den Frauen nicht zur Zierde gegeben.

 

Nun bin ich kein übermäßig gläubiger Mensch, aber wie gut die Muttermilch auch heute noch Kinder nähren kann, das habe ich zweimal selber miterlebt. Habe die Kinder angelegt und ihre Energie beim Trinken gespürt, die Zufriedenheit, die den Körper schnell entspannen läßt. 22 Monate haben sie jeweils Jesus erste Nahrung aufgenommen. Kann das schlecht gewesen sein? Kann es mir, der Mutter, geschadet haben? Können künstliche Alternativen dazu besser sein?

Nur selten können sie besser sein - wenn die Mutter keine oder nicht genug Milch hat, oder wenn sie gar zu krank zum Stillen ist...

 

Wer mehr über die schönen Seiten des Stillens wissen möchte, Tipps zum Stillen sucht, oder gar Stillprobleme hat, der findet auf meinem Hauptblog www.naturtipps.de eine Auswahl an nützlichen Links.

 

Mit diesem ungewöhnlichen Weihnachtsgedanken wünsche ich allen friedliche Weihnachten und angenehme Feiertage!

von Macht alle mit! veröffentlicht in: Weihnachten Community: Naturtipps
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Sonntag, 23. dezember 2007
Schade, Kerzen mit Palmölanteil sind noch lange keine Biokerzen. Laut regenwald.org ist die Produktion von Palmöl verbunden mit sozialen und ökologischen Problemen. Trotzdem will demnächst das Unternehmen Eika Wachswerke Fulda demnächst eine neue Bio-Produktlinie aufbauen. "Bio" bedeutet dabei das Ersetzen des Paraffins durch pflanzliche Rohstoffe, wie z. B. Palmöl, in den Kerzen.

 

Leider kein sehr ökologischer Geschäftsgedanke! Es ist aufgrund der steigenden Rohstoffpreise vielmehr ein ökonomischer Gedanke, als Bio verkleidet.

 

Mehr informationen und eine online-Unterschriftenaktion gegen diese Pläne findet Ihr unter regenwald.org

 

Macht alle mit!

von Macht alle mit! veröffentlicht in: Aktion Community: Naturtipps
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Samstag, 22. dezember 2007

Auf der Internetseite www.mister-wong.de/user/naturtipps
gibt es eine Inhaltsübersicht über die ganzen Posts meines Hauptblogs www.naturtipps.de mit kleinen Inhaltsangaben. Einfach dort "Naturtipps" bei den Stichworten anklicken. Außerdem gibt es noch viele Linktipps, die nicht im Blog aufgeführt sind. Über die Stichwortwolke können so einfach interessante Themen rausgefiltert werden.

Es finden fast tägliche Ergänzungen statt.

 

Viel Spaß beim Stöbern!

von Macht alle mit! veröffentlicht in: Natur Community: Naturtipps
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Donnerstag, 20. dezember 2007
papier01.jpgAuf das geschöpfte Papier wurde durch Keksformen lila Papierwasser gegossen
Bilder: Gundula Kerekes, Handgeschöpftes Papier

Hallo Naturfreunde,

in riesen Schritten nähern wir uns dem Geschenketag des Jahres – für die einen zur Freude für die anderen zum Schrecken. Wie auch immer häuft sich bei vielen in dieser Zeit vermehrt Papier an. Und wer Kinder hat, hat auch schnell die verschiedensten Bastelpapierreste. Was tun mit diesen größeren und kleineren Schnipseln und Stücken? Eine schöne Möglichkeit ist da das Basteln schöner Grußkarten aus selber geschöpftem Papier. Aber was heißt eigentlich „schöpfen“? Und wofür denn nun wieder die Arbeit?
Den Begriff „schöpfen“ kennt Ihr vielleicht von der Suppe - mit der Kelle „schöpfen“ wir sie uns auf den Teller. Und das Papier schöpfen wir mit einem speziellen Rahmen aus einem Wasser-Faser-Gemisch. Ihr habt richtig gelesen. Papier besteht aus lauter kleinen „Fasern“, man könnte auch Fuseln sagen. Wenigstens beim ersten Papier in Europa paßte das besser – denn früher wurde Papier aus Lumpen hergestellt. Für die Lumpensammler war das ein einträgliches Geschäft. Als dann die ersten Bücher gedruckt wurden, war Papier eine Mangelware – es gab zu wenig Lumpen zur Herstellung dieses Papieres. Da war es sogar unter hoher Strafe verboten, bei Bestattungen Kleidung mit in das Grab zu geben. Jeder Stofffetzen wurde zur Papierherstellung verwendet. Gut, daß 1843 Holz als Rohstoff der Papierherstellung entdeckt wurde – allerdings weniger gut für die Wälder. Denn diese werden weltweit, zum Teil schonungslos, gerodet und gefällt, um den Hunger der vielen großen und kleinen Papierfabriken zu stillen. Da ist Toilettenpapier aus nicht Recyclingpapier eigentlich viel zu wertvoll für die Toilette...

TIPP: Schaut Euch verschiedene Papiere einmal unter der Lupe an, auch an einer eingerissenen Stelle – Ihr könnt sehr schön klitzekleine Holzfasern sehen. Bei Malbüchern mit dickem beigem Papier zum Beispiel besonders gut. Je glatter das Papier ist, umso schlechter finden wir Fasern. Denn umso feiner werden sie zerrissen. Zusätzlich wird das Papier dann noch mit „Füllstoffen“ bestrichen und vermischt. Das ist zum Beispiel Stärke, die sich ein den Lücken zwischen den Holzfasern einlagert. Verwendet wird auch Porzellanerde (Aluminiumsilikat). Diese Pigmente werden ganz fein gemahlen mit speziellen Bindemitteln gemischt und auf die Papierbahnen aufgebracht. Das gibt eine glatte und vor allem sehr weiße Oberfläche. Neben der Porzellanerde wird auch noch Calciumcarbonat (Kreide, Kalkstein, Marmor) und Talkum (Magnesiumsilikat) zum Weissmachen genutzt. Also kein Wunder, daß ein dicker Katalog so schwer ist... Und kein Wunder, daß Recyclingpapier immer ein wenig grau bleibt. Denn all diese Stoffe und dazu die Druckfarben können nicht wieder ganz aus dem Papier entfernt werden.

TIPP: Nehmt auch einmal Recyclingpapier (z.B. Toilettenpapier) unter die Lupe – da könnt Ihr bunte Papierfasern und manchmal sogar Metallfetzen erkennen. Es ist übrigens ganz schön aufwendig, Papier so weit zu reinigen, daß wieder weißes Papier daraus wird. Etwas neue Holzfasern müssen dabei immer untergemischt werden, da die alten Fasern beim Recyclen immer kürzer werden. Dadurch halten sie dann schlechter zusammen. Für unsere Bastelzwecke reicht aber der Altpapierbrei, den Ihr herstellen werdet.

TIPP: Die Anleitung zum Papierschöpfen findet ihr unten auf dieser Seite. Eins verrate ich Euch vorher noch. Euer Papier wird besonders „dufte“ wenn Ihr Tannen- oder Fichtennadeln mit verarbeitet oder ein wenig Duftöl in den Papierbrei gebt. Auch abgeriebene Orangenschale duftet gut. Sie kann z. B. nach dem Schöpfen, vor dem Pressen aufgestreut werden. Und ansonsten sind Eurer Phantasie kaum Grenzen gesetzt – probiert einfach aus, was klappt und was nicht. Im Sommer verwende ich auch gerne einige Kräuter und Blütenblätter...

Spätestens wenn Ihr Euer erstes eigenes Papier in der Hand habt, wißt Ihr auch wofür die Arbeit war – es ist einfach einmalig! Und vor allem wißt Ihr jetzt, wie Papier hergestellt wird!

Also, viel Spaß dabei und viele schöne Ideen !

Eine Anleitung zum Papierschöpfen und weitere Bilder von dem handgeschöpften Papier findet Ihr unter meinem Hauptblog: www.naturtipps.de  
Dort gibt es außerdem eine kleine Linkliste zu dem Thema Papier, den Umweltproblemen und einer Liste mit Recyclingprodukten des Blauen Engels.
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Basteln Community: Naturtipps
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