Nicht nur Allergiker wählen gern Alternativen zu teilweise mit Chemikalien belasteten Teppichen oder zu PVC-Belägen. Viele Vorteile bietet beispielsweise ein Parkett aus Kork: Es ist fußwarm,
antistatisch, federnd und damit stuhlrollengeeignet sowie fäulnisresistent. Für Allergiker sind Kork-Paneele, die ohne Klebstoff ineinander geklickt werden, besonders geeignet. Der Bund für Umwelt
und Naturschutz Deutschland (
BUND) empfiehlt Kork-Platten mit einer Stärke von mindestens vier Millimetern, damit sie nach einigen Jahren noch einmal
abgeschliffen werden können.
Für stark strapazierte Böden eignet sich auch Linoleum sehr gut. Es besteht aus Leinsamen, Harzen, Kork und Holzmehl. Es ist antistatisch und hat bakterien- und pilzhemmende Eigenschaften. Viele
Linoleumbeläge sind inzwischen kreativ und farbig gestaltet und mit Nut-Feder-Fräsung auch für eine leimfreie Verlegung geeignet.
Auch umweltfreundlich behandelte Holzböden schaffen ein gutes Raumklima. Landhausdielen verschraubt man. Parkettdielen können ''schwimmend" verlegt werden, sie werden entweder verleimt oder mit
Hilfe spezieller Bügel aneinander gefügt. Dies ist einfach und hat den Vorteil, dass das Parkett beim Umzug ausgebaut und mitgenommen werden kann. Wichtig ist dabei, auf gute Trittschalldämmung zu
achten. Das Holz sollte möglichst einheimisch und aus nachhaltiger Produktion stammen. Das garantieren Zertifikate von ''
Naturland" oder dem
''Forest Stewardship Council" (
FSC-Siegel).
Der BUND rät, auf das "
Kork-Logo" - ein Gütesiegel des Deutschen Kork-Verbandes - zu achten. Es garantiert, dass das Material nicht mit
Schadstoffen kontaminiert wurde. Linoleum sollte nicht mit Kunstharzen oder Kunststoff versiegelt worden sein, da ansonsten Formaldehyd ausdünsten kann. Besser ist geöltes oder gewachstes
Material.
Naturtipps meint:
Wer noch andere Quellen für umweltfreundliche Bodenbeläge weiß, kann sie gerne in einem Kommentar ergänzend nennen. - Danke!
Und beim Renovieren: Macht alle Mit!