Schön, daß Ihr Euch für Weidenhütten interessiert - warum sonst solltet Ihr hier lesen...! Allerdings - eins gleich im Voraus - dies wird keine klassische Weidenhütte und hier gibt es auch keine
Anleitung zum Bau einer üblichen Weidenhütte - die bekommt Ihr im Post
014) Weidenhütte selber bauen auf
www.naturtipps.de. Unter einer "klassischen Weidenhütte" verstehe ich eben solche, wie sie in dem Post beschrieben werden: sie sollen später wieder austreiben und es ist reichlich Platz
vorhanden.
Aber seht selber, was hier passiert - wie meine Hütte "wächst"!

Alle
Bilder: von www.naturtipps.de
Bei uns steht aber nur eine kleine Ecke im Garten unter großen Zedern und Lebensbäumen zur Verfügung. Dort ist es trocken und dunkel - zum Austreiben und wachsen zu dunkel.
Da mir Kinderspielhäuser aus Holz zu massiv sind für solch eine kleine Ecke und Plastik unökologisch und zu auffallend ist, habe ich mich für Weidenzweige entschieden. Selbst wenn die Hütte nicht
allzu lange halten sollte, weil sie verrottet - die Kinder werden ihren Spaß haben.
Im Kindergarten stehen Kopfweiden, deren Zweige ich verwenden darf. Sie sind noch recht jung, so daß die dicksten Zweige unten einen Durchmesser von maximal 2.5 cm haben. Aber für die kleine
Gartenecke ist das ideal! Und da Weidenhütten im Winter/ Spätwinter am Besten zu bauen sind, geht es jetzt endlich los!
In diesem Post werde ich immer wieder ergänzen, wie es weitergeht, also bitte zum Nachlesen der Fortschritte auf diesen Post
Weidenhütte - ein Projekt in unserem
Garten kommen!
Bildquelle: Alle Bilder sind von www.naturtipps.de, mit dieser Quellenangabe dürfen alle Bilder dieses Artikels übernommen/ veröffentlicht werden.
Oben, also unter diesem Absatz steht der aktuellste Eintrag und ganz unten steht der erste Beitrag. Dann muß nicht jedesmal soviel gescrollt werden! Also, viel Spaß beim Mitverfolgen und Nachlesen
dieses
Versuches, eine Weidenhütte zu bauen und flechten!
Los geht es (beim ersten Mal ganz unten auf der Seite!):
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14./15. Februar
Das Wetter war ungemütlich kalt. Da ich die "Pfosten" wohl doch zu dicht zusammen gestellt habe - 20 cm - ist das Flechten sehr anstrengend. Ab und an ziehe ich einige Zweige durch, da ich aber
ohne Handschuhe besser arbeiten kann, sind die Finger schnell feucht kalt wie das Wetter.... Nun, ich habe Zeit und spiele lieber mit den Kindern und kümmer mich - mit Erfolg - mit einem Bekannten
um den Rechner. Wobei ich mehr staunend daneben sitze, was er alles macht.
Dafür kann ich jetzt Bilder von den geschnittenen Bäumen aus dem Kindergarten hochladen - super! Und danke an den Fachmann!

Jedes mal zum Schneiden ist die Kamera zuhaus geblieben - darum habe ich extra eine Weide
noch stehen gelassen zum Photographieren... So groß also stehen die Zweige in Himmel... Eigentlich sollten sie mal ein Weidengang werden...

Die Köpfe der Bäume sind in einer Höhe, daß ich ohne Leiter nicht arbeiten kann - ich
muß schon zu ihnen hinaufsehen. Für Tiere, die sich hier ihr zuhaus einrichten wollen ist das ideal.

Ob mit oder ohne Zweige, ob alt oder jung - Kopfweiden sind immer dekorativ. Wie schön die
junge Rinde grün glänzt im Blitz.

Hier ist geradestehen nicht angesagt, auch wenn alle in der Reihe stehen...

Da die Bäume schneller gewachsen sind, als sie geschnitten wurden, mußte im vergangenen
Jahr die Motosäge ran. Dadurch gibt es große Astflächen, die die Bäume nun zuwachsen müssen - ideal zum Entwickeln von Höhlen.

In dieser Höhle zum Beispiel habe ich ein altes Vogelnest gefunden. Es war wohl vom
vorletzten Jahr, da es schon fast ganz Erde geworden war. Die Weide ließ schon ihre ersten zarten Wurzeln reinwachsen oben in luftiger Höhe...

Ein letzter Blick, bevor auch die letzten Zweige geschnitten werden.
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12. /13. Februar
Im Kindergarten habe ich die letzten sechs Kopfweiden geschnitten. Auch wenn die Bume noch klein sind, sind nun soviel Äste da, daß ich anschließend vielleicht noch etwas im Kintergarten bauen
kann.
Aufgrund technischer Probleme kann ich die Bilder dazu nicht inline stellen - sie werden später folgen! Momentan muß ich zu Nachbarn ausweichen - gut, daß es sei gibt! Überhaupt ist gute
Nachbarschaft etwas tolles!!! Zum Spaß haben, zum Diskutieren, zum Feiern und eben auch zum Helfen! So, jetzt muß ich aber rüber und ihnen als Dankeschön dasleckere
Brot aus dem Post 065) backen
Jedenfalls kann ich Euch von meinem Muskelkater am 13. Februar schreiben - da passierte nämlich dann nichts bei der Hütte. Solch ein Ganzkörpertraining auf der Leiter bin ich momentan als Mutter
und Netzsurferin nicht gewöhnt... :-(
Es gab mal andere Zeiten, zum Beispiel, als ich der Landwirtschaft und sptäter in einer Schäferei gearbeitet habe... aber heute ist mein Körper so etwas nicht mehr gewöhnt - na, das wird sich auch
wieder ändern! Der Bau der Hütte ist schließlich ein gutes Training.
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11. Februar

Heute
mußte erstmal Nachschub ran. Also war ich nachmittags 1 1/2 Stunden am Kindergarten und habe wieder Kopfweiden geschnitten. Da es noch recht junge (wenn auch hohe) Bäume sind, ergaben 6 Bäume
zusammen ein schweres Bündel.
Zuhaus ging es 1 Stunde weiter mit dem Flechten. Die Bretter, die zur Fixierung der Haltestangen angebracht waren, habe ich schließlich wieder abgemacht - so hoch bin ich nun immerhin schon, daß
sie mich beim Arbeiten behindert haben. Die Stangen waren zu unflexibel - geschafft beende ich den Tag. Und schon ist klar, woher die berühmt Frühjahrsmüdigkeit kommt. Die Tage und die Aktivitäten
werden länger und anstrengender. Der ganze Körper ist verkatert. Am Ende der Woche werde ich entweder fit wie ein alter Turnschuh sein oder schachmatt... Egal, hoffentlich steht die Hütte dann. Vor
allem muß ich die letzten schönen Tage noch nutzen, denn bei Regen und feuchtem Wetter lockt es mich nicht, mit klammen Fingern das Holz zu ziehen und zu biegen... Also morgen nocheinmal im
Kindergarten Zweige schneiden, damit die Bäume fertig sind für den Frühling und weiter flechten. Das Flechten macht richtig Spaß - besonders das Ergebnis gefällt mir immer mehr. Solche natürlichen
Flechtmatten sind einfach schön! Wie waren doch die Alternativen zur Flechthütte - Miniholzhütte oder Plastikhaus...


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10. Februar

Es ist
Sonntag, das ungewöhnlich warme Februarwetter hält an. Während ich unter dem zukünftigen Dach stehe und anfange, die ersten Zweige einzuflechten, geht ein Prospektverteiler im ärmellosen! Shirt
durch die Sonne vorbei. Da ich aber unter den Bäumen im Schatten arbeite, trage ich meine Winterjacke. Die Kinder spielen zeitweise mit draußen - auch in Winterjacke, denn der Schatten ist
kühl.

Während
ich also die ersten Flechtversuche unternehme, starten die Kinder die erste Invasion der Hütte. Zweige wollen sie keine bringen, stattdessen klettern sie lieber über Zaun und Pfosten und stürmen
ein letztes Mal von hinten den Platz...

Immer
wieder unterbrochen von Familie, kochen und co. ist das Tagesergebnis eher mager. Das Flechten ist mühsam, da die Zweige für einen Abstand von 20 cm doch zu starr sind... Am Ende sind die Hände vom
Flechten und der Körper vom Bücken, Ziehen und Aufstehen müde...

Aber das Geflecht sieht schön aus! Schon immer wollte ich mal etwas aus Zweigen flechten. Die Hütte ist jetzt
der Einstieg zu diesem Kindheitstraum.
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09. Februar 2008

Eine
kleine vertrocknete Kiefer wird so abgesägt, daß der untere Teil noch für einen Tisch genutzt werden kann. Entsprechend muß die Hütte aber auch darum herum gebaut werden. Also stabilisiere ich
erstmal mit zwei Brettern, an denen ich die Stützen anbinde.
Die zur Verfügung stehenden Äste sind eigentlich zu dünn (2 cm anstatt 3 - 5 cm), aber auch das erschüttert mich nicht. Schließlich ist das Ganze ein Experiment und die Kinder freuen sich auf alle
Fälle schon darauf!

Heute
konnte ich zwischen Familie und naturtipps.de immerhin die Stöcke fixieren und größtenteils oben zusammenbinden. Die Taten gehen schnell, aber bis alles beisammen ist und ich mir überlegt habe, wie
es klappen könnte in der verwinkelten Ecke...

Morgen
geht es weiter - das Wetter ist ja ideal dazu!
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08. Februar 2008
Die Zweige habe ich schon im Dezember von den Kopfweiden im Kindergarten geschnitten. Heute dann ging es endlich los. Erst mal mußte das ganze Totholz in der geplanten Ecke entfernt werden. Die
schöne große Zeder hat langsam alle Sträucher unter sich ausgetrocknet. Nun kommt also eine Weidenhütte in die Ecke. Sie soll nicht wurzeln, sondern einfach den Kindern Spaß machen.

Außerdem
habe ich die Zweige in der kleinen Ecke eingesteckt. Die Hütte wird ca. 1,50 m mal 1,80 m und 1,75 m hoch... Ein dekorativ vergabelter Rest von einer vertrockneten Kiefer bleibt in der zukünftigen
Hütte stehen und soll später zu einem Tisch umgebaut werden.