Donnerstag, 21. februar 2008
Tschernoby hin und her - Pilze sind lecker!
Und damit nicht jeder Pilzfreund im Herbst durch den Wald stapft, um sich "seine" Pilze zu holen, hier die Alternative im heutigen
BUND Ökotipp:
Pilze selbst anbauen
Pilze sind eine Delikatesse. Jahr für Jahr suchen Tausende Sammler in Wald und Wiese nach ihnen. Diese Leidenschaft hat zusammen mit Umwelteinflüssen dazu geführt, dass heute viele natürliche
Pilzbestände gefährdet sind. Wer auf den Genuss nicht verzichten und Wildpilze trotzdem schonen will, sollte sich einen eigenen Pilzgarten anlegen.
Pilze gedeihen genau an den feuchten und schattigen Stellen im Garten, an denen sonst wenig wächst. Als Nährboden eignen sich sauberes Stroh und frisches Holz. Pilzbruten werden von Pilzfarmen
zusammen mit der dazugehörigen Kulturanleitung verkauft. Bequemer aber auch teurer wird der Anbau mit fertig geimpften Strohballen und Hölzern. Bis sich die ersten Pilze zeigen, vergehen meist
mehrere Monate. Bei Shii-take-Pilzen dauert es sogar zwei Jahre.
Das Frühjahr ist eine gute Zeit, um mit der Pilzzucht zu beginnen. Das Holz oder Stroh wird mit der Pilzbrut geimpft und danach auf schattiger Erde oder Rasen gelagert. Einsteigern empfiehlt der
BUND den Pilzanbau auf Stroh. Dort gedeihen zum Beispiel der Austernseitling und der Kulturträuschling. Einige Pilze wie der violette Rötelritterling und bestimmte Champignonarten lassen sich auch
in Beeten oder Kästen kultivieren. In die Zwischenräume des Pilzgartens passen Buschwindröschen, Sauerklee, Waldmeister, Efeu oder Immergrün. Sie sorgen für das nötige feuchte Kleinklima.
Naturtipps ergänzt noch:
Für Kinder ist es immer eine interessante Sache, wenn sie mitbekommen, wie eine Pflanze wächst und dann geerntet wird - warum nicht einfach mal Pilze mit ihnen anbauen...
Übrigens:
Der Artikel kommt zwar schon Ende Februar, aber die Haupt-Pilzzuchtzeit beginnt erst im April. So habt Ihr noch genug Zeit zum eigenen Recherchieren, Vorbereiten und Suchen.
Ein
pdf-Dokument mit interessanten Informationen zur Pilzzucht gibt es auf der Seite des
Schweizer Gartencenters Tann-Rüti.
Interessant ist auch der Artikel
Austernpilze als Hoffnungsträger
im Südwesten Ugandas. Zu finden als pdf-Datei auf
www.oystermushroom.ch.
Bei Wikibooks.org gibt es auch ein eigenes
"Buch" zur Pilzzucht.
Ein
Pilz-TV mit Videos zur Pilzzucht gibt es bei www.pilzgarten.info.
Ein Forum zur Pilzzucht findet Ihr z. B. bei
www.kulturpilz.de. Dort gibt es auch eine schöne
Bilderserie über eine professionelle japanische Pilzzucht.
Mindestens so viel Erfolg und radioaktivarme gute Ernte für mehr Ruhe bei den heimischen Pilzen im kommenden herbstlichen Wald wünscht Naturtipps ;-)