
Bild: www.naturtipps.de
Artenvielfalt im eigenen Garten - hier tummeln sich gerade 9 verschiedene Pflanzen auf nicht mal einem qm: Efeu, Giersch, Goldnessel, Pimpernelle, Erdbeere, Hasenglöckchen, Sonnenauge, 1 Nelkenart
und Majoran. Jede wächst und blüht zu ihrer Zeit... und in dieser kleinen grünen Wildnis leben viele kleine Tiere von denen z.B. die Gartenvögel leben...
Es ist toll, daß sich die Politiker Gedanken um die Welt machen und was für edle Begriffe sie dafür wählen: "Biodiversität" ist das Thema dieser langen gemeinsamen Woche in Bonn... Die
Definition des Begriffes "bio-diversi-was" gibt es bei UTOPIA. Ich übernehme lieber den leicht verständlichen Begriff
"Artenvielfalt"
Noch besser ist es, wenn wir alle jetzt sofort schon mal aktiv werden und selber die Artenvielfalt erhalten und fördern.
Wie?
Ganz einfach - vor der eigenen Haustür!
Naturtipps gibt ja reichlich Ideen dazu... Das wichtigste ist vor allem, daß wir, anstatt in der Welt um uns herum dauernd aufzuräumen, einfach mal in unseren Köpfen aufräumen:
Was ist wirklich wichtig?
Wie "ordentlich" muß es um mich herum wirklich sein? Garten, Park und co...
Kenne ich eigentlich alles, was ich sehe?
Denn was ich kenne, kann ich noch besser lieben und ist auch keine Unordnung mehr. Ein
Löwenzahn ist ein
schwer zu entfernendes Unkraut ist eine wichtige Nahrungsquelle für viele Insekten ist lecker in Quark und Salat ist lustig für Kinder ist...
Eine Distel ist ein stacheliges etwas im Garten ist für viele Insekten wichtig ist als
Nickende Distel Blume des Jahres
2008...
Der Giersch ist ein stark wucherndes Unkraut ist wichtig für Insekten ist lecker als Spinat...
Die Vogelmiere ist ein stark ausäendes Unkraut im Gemüsegarten ist gesund und lecker im Essen...
Die
Wildbiene lebt allein ist friedlich und klein bestäubt unsere Nutzpflanzen...
So könnte ich eine lange Liste von Tieren und Pflanzen aufstellen, die viele in ihrem Garten verachten und ausmerzen, die aber ein wichtiges Puzzlestein im Ganzen sind - Artenvielfalt beschäftigt
momentan viele Politiker und Wissenschaftler, nicht nur in Bonn.
Artenvielfalt sollte auch jeden einzelnen beschäftigen - zuhaus, vor der Haustür!
Surft einmal durch die Naturtipps, jeder einzelne kann schon im Alltag soviel machen! Sei es durch
- das
Aufhängen von Vogelnistkästen,
- die
Unterstützung von Wildbienen und Hummeln, nicht nur durch viele einheimische Blumen und Sträucher im
Garten
- das Kennenlernen von
Tieren und
Pflanzen
- dem
Anlegen eines Goldfischfreien Teiches
- das
Säen von Bäumen zusammen mit Förstern
- abwechslungsreiches
Gestalten eines Grabes
- das
Anlegen von Blumenwiesen anstatt ausrollen von Rollrasen
- das
Erhalten alter Nutzsorten, denn sie bergen viele wichtige Gene und dulden mehr Vielfalt um sich
herum, da sie robuster sind
-
Pflegen und Nutzen von Weidenbäumen
-
aktiven Amphibienschutz
- den
"ungewöhnlichen Winterschlaf" des Blumenbeetes und der richtigen
Winterruhe für den Garten
- das Mitmachen bei einer aktiven Gruppe von "
Guerilla Gärtnern", derer gibt es schon einige, die auch "offiziell"
arbeiten...
- dem bewußten Konsum mit ökologisch verträglichen Produkten vom Biobauern und
nachhaltig gefangenem
Fisch,
geschlagenem Holz...
-> Stichwort
LOHAS
Ihr seht, schon allein hier bei Naturtipps ist die Liste lang, was jeder einzelne für den Erhalt der Artenvielfalt leisten kann! Also, schaut und hört in den Medien aufmerksam zu, was die Politiker
erzählen und planen und werdet parallel selber aktiv!
Denn es geht nicht nur um den Schutz und Neuaufbau der Wälder... es geht um viel mehr...es geht um jeden Quadratmeter Erde...
Wenn viele Kleine, wenn wir alle, gemeinsam etwas machen, wird es ebenso ein Großes wie bei den wenigen Großen in Bonn, wenn nicht noch Größer ;-)
Und - ganz wichtig - lehrt Eure Kinder und Enkel, die Natur zu schätzen, mehr zu schätzen als Marken, Werbung und Konsum - denn sie ist es, was zählt!!! Nach dem Motto:
Lieber einen Spatz im Garten als ein Logo auf dem Shirt :-)
Also:
Werdet selber aktiv! Macht alle Mit!
Und richtig: Viele kleine Schritte von Millionen Menschen könnten eine Menge bewirken.
Gruß
sprechakt
Wer keinen Garten oder Balkon hat, kann z.B. einfach eine öffentliche, verkommende Fläche "adoptieren" (siehe Guerilla Gärtnern) oder auf öffentlichen Flächen Nistmöglichkeiten für Vögel, Wildbienen und Co aufhängen, oder aktiv bei einer Umweltgruppe vor Ort mitmachen (siehe 003) Aktiv werden in Umweltverbänden im Hauptblog auf www.naturitpps.de).
Ansonsten gebe ich die Frage an die anderen Leser gerne weiter!