Samstag, 7. juni 2008
Bild: www.pixelio.de/ Helga Schmadel
Ist er es oder nicht - der helle Käfer könnte ein Harlekin sein...

Erst mal sind es alles Marienkäfer
mal mit wenig Punkten, mal mit viel Punkten
mal gelb-schwarz, mal rot-schwarz
mal einheimisch, ja und nun auch immer öfter eingewandert...

...denn "Der asiatische Harlekin-Marienkäfer hat Europa erobert"

Sein charakteristischstes Merkmal ist die W-Zeichnung auf dem Kopfschild - und die hat der hellere Kandidat auf dem Photo doch...

Übrigens sind zur Zeit auch sehr viele Marienkäferlarven und -puppen zu beobachten - sehr zur Freude der Gärtner. Denn Marienkäfer lieben u.a. Läuse, aber auch noch vieles mehr, wie die ausführliche Marienkäfer-Ausarbeitung auf nabu.de deutlich macht.
berichtet jetzt ein aktueller Artikel auf www.nabu.de.

Bild: www.pixelio.de/ Kurt F. Domnik
Spitz und zackig - die Marienkäferlarven sind das genaue Gegenteil des runden, glatten Marienkäfers

Heute also einfach die Aufforderung, mal ganz genau hinzuschauen beim nächsten Marienkäfertreff ;-)

Lernt die Natur ein Stück mehr kennen - Macht alle Mit!

Und zum Spaß-Haben gibt es noch passende Videos im Sozialen Netzwerk Naturtipps unter Videos - 179):
- Animation Marienkäfer vs. Fliege vs. Spinne
- Animation-Hyperactiver Marienkäfer
- Marienkäfer-Larven
- Geburt von Marienkäfer
- Der Marienkäfer - Balloon Twisting

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Donnerstag, 10. april 2008

Bild: www.naturtipps.de, Leuchtendgelbe Löwenzahnwiesen sind ein typisches Frühlingsmotiv.


Noch heute heißt es für viele Kinder: nicht anfassen, der ist giftig!

Aber das ist relativ. Hier der Wikipedia-Eintrag zum Stichwort "Giftpflanze" beim Löwenzahn:

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Nach Angabe der Informationszentrale gegen Vergiftungen der Universität Bonn kann es nach Verzehr größerer Mengen Löwenzahns zu Magen-Darm-Beschwerden mit Bauchschmerzen, Brechreiz und Durchfall kommen. In selteneren Fällen können kollaptische Zustände und Herzrhythmusstörungen auftreten. Zudem wurden nach Hautkontakt allergische Reaktionen mit Rötungen und Juckreiz beobachtet.
--------------------------

Außerdem ist er in normalen Mengen verzehrt gesund, macht allerdings unangenehm braune Flecken in heller Kleidung, die nicht unbdingt rauszuwaschen sind - der Löwenzahn!


Jetzt zur Blütezeit zieht er nicht nur die Kinder, sondern auch viele Insekten wieder magisch an. Und wer vor lauter Freude seine Nase zu weit in die Blüten steckt, der hat sich nicht zu unrecht, eine "goldene" Nase verdient. Denn Löwenzahn verteilt seinen Blütenpollen großzügig.

Mit dem Löwenzahn könnt Ihr tolle Dinge machen:

Löwenzahnbilder:
Mit den gelben Blütenblättern hat man auch eine schöne "Naturfarbe" zur Hand. Auf einem Blatt Papier zerdrückt hinterlassen sie eine gelbe Fäche. So können schöne Bilder gemalt werden - zwar von kurzer Dauer, da die Farbe später nachbräunt, aber Kinder haben viel Spaß dabei. Grün gibt es durch zerquetsche Blätter oder Gras und braun von der Erde. Schon sind drei Farben zum Malen parat... und wenn Ihr mir ein solches Bild abfotografiert oder gescannt mailt (naturtipps (add) gmail.com, veröffentliche ich es hier!

Löwenzahnsirup, auch Löwenzahnhonig genannt:
2-3 Handvoll saubere reingelbe Blütenblätter in dreiviertel Liter Wasser 10 Minuten kochen und abfiltern. Dann in die heisse Flüssigkeit 1 kg Zucker und den Saft von einer Zitrone geben. Unter ständigem Umrühren 20 Minuten leicht kochen lassen. Der "Honig" ist perfekt, wenn die Flüssigkeit bernsteinfarben aufschäumt (Achtung: kocht sehr leicht über!) und dickflüssig vom Löffel fliesst. In Marmeladengläser abfüllen.

Oder versucht es mit dem Rezept von webkoch.de
Dort gibt es unter dem Stichwort "Löwenzahn" auch noch 80 weitere Rezepte...


Guten Appetit beim Nachkochen!

Auch medizinisch hat er es in sich - nicht umsonst heißt er bei den Franzosen "piss en lit" - was soviel heißt wie "mach ins Bett"...
Wikipedia verrät da noch vieles mehr.

In Frühjahrstees wird er gerne aufgrund seiner blutreinigenden Wirkung beigemischt. Auch in Salaten schmeckt er gut. Stellt man einen Blumentopf mit Loch über eine Pflanze, wachsen die Blätter durch Sonnenmangel hell nach und können als Chicorree-Ersatz genutzt werden.
Aber Achtung, wie der französiche Spitzname schon verrät - nicht abends genießen :-)

Auf der Seite oberlin-kindergarten.de gibt es eine schöne Stoffsammlung zum Thema "Löwenzahn" für Kinder. Da gibt es ein Löwenzahnmärchen, Löwenzahngedichte, Löwenzahnrezepte, ein Löwenzahnausmalbild (vielleicht mal mit Löwenzahnfarben ausmalen) und sogar einen "Löwenzahnbrunnen"...

...oder bastelt eine Löwenzahnwasserleitung

...oder macht Euch eine Löwenzahnkette - das gibt allerdings sicher braune Hände.

...oder mischt Löwenzahnblütenblätter beim Papierschöpfen dazu. Im Post "036) Papierschöpfen - erlebtes Recycling" gibt es eine Anleitung zum Papierschöpfen.

Und noch etwas zum Schluß:
Löwenzahn wächst besonders gerne auf Stickstoffreichen, also gut gedüngten, Wiesen. Meidet beim Sammeln deshalb die ganz gelben "Löwenzahnwiesen". Sie sind sehr wahrscheinlich seht stark gedüngt...
Und wer Löwenzahn an seine vierbeinigen Lieblinge verfüttert, sollte ebenfalls achten, wo er erntet! Auch Straßenränder sind aufgrund der starken Schmutzbelastung eher ungeeignet. Wegränder nur zum Ernten nutzen, wenn es nicht zu viele Hunde dort gibt. Ansonsten schmeckt es Meerschweinchen (siehe Video) ebenso gut wie Kaninchen, Schafen, Pferden und co.


Am Besten, ihr laßt ihm im Garten seinen Lebensraum, dann wißt Ihr bei der Ernte auch, wie er gewachsen ist :-)

Übrigens:
Löwenzahn steckt voller Lebensenergie und wächst sogar durch Asphalt - wie schon das Intro-Video der beliebten gleichnamigen Fernsehserie "Löwenzahn" zeigt. Na und dann möchte ich Euch natürlich auch den Tricktrailer zu 25 Jahre "Löwenzahn" nicht vorenthalten. Ihn findet Ihr ebenfalls im Sozialen Netzwerk Naturtipps.

Und wer Spaß an der Natur hat, Freunde sucht oder auch zum Tier-, Natur- oder Umweltschutz schreiben oder bloggen möchte, der kann sich gerne im Sozialen Netzwerk Naturtipps anmelden und mitmachen!
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Freitag, 4. april 2008
Bild: www.pixelio.de/ Peashooter
Wer den Gesang unserer Vögel kennt, erlebt Spaziergänge gleich viel bunter.


...und für Langschläfer. Denn jeder sollte sie einmal mitgemacht haben - die vogelkundlichen Exkursionen, die besonders jetzt im Frühling zahlreich angeboten werden. Denn wer einmal die zahlreichen Vogelstimmen erklärt und benannt bekam, der geht gleich mit einem ganz anderen Gefühl spazieren.

Plötzlich singt da nicht mehr "ein Vogel", sondern dort im Park singt der Zilp-Zalp und hör, hier gibt es ja auch den winzigen Zaunkönig. Und dort ruft ein Gimpel mit seinem leuchtendroten Bauch das Weibchen...
Und mit einem Mal spürt der Langschläfer das Bedürfnis, wieder einmal früh aufzustehen und mitzugehen - zu einer Vogelkundlichen Wanderung durch die Morgenwelt. Lieber Langschläfer, Du kannst Dich nicht aufraffen - der NABU bietet sogar extra Nachmittags- und Abentouren an!

Ganz aktuell dazu hat jetzt der NABU im Newsletter auf seine zahlreichen NABU-Vogelstimmenwanderungen hingewiesen und einen Artikel auf seiner Internetseite veröffentlicht. Mit dazu gehören viele weitere Linktipps des NABUs:

Übersicht von NABU-Vogelführungen 2008 (geordnet nach Postleitzahlen)

Adressen der nächstgelegenen NABU-Gruppe finden

Testen Sie Ihr Wissen beim NABU-Vogelstimmenquiz

Die häufigsten 40 Gartenvögel

Machen Sie mit bei der großen NABU-Aktion Stunde der Gartenvögel

Mehr zum Thema Vogelschutz und Ornithologie

Aber auch viele andere Vereine, Lehranstalten, Gruppen usw. bieten Wanderungen rund um die Vögel an. Im Folgenden sind einige Beispiele aufgelistet. Wer für seine Region weitere Termine sucht, muß nur ein wenig googlen oder in der Tageszeitung nachlesen:
- Aktion Frühlingsspaziergänge in NRW von der NUA (Natur- und Umweltschutz Akademie NRW
- LBV (Landesbund für Vogelschutz in Bayern) - Vogelkundliche Führungen regional suchen in der Termindatenbank
- Amrum.de - Veranstaltungskalender, u.a. mit Vogelkundlichen Wanderungen
- treffpunktwald.de - z.B. Stichwort "vogelkundliche Wanderung" oder "vogelkundliche Führung" in der Suchmaske eingeben, bundesweite Ergebnisse
- Bayerisches Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz - In der Suchmaske auf der Seite "Veranstaltungen" "Vogelkundliche" eingeben
- Arbeitskreis für Vogelkunde und Vogelschutz e.V. - aktiv im Schwabenland
- Vogelkundliche Beobachtungsstation Untermain e.V.
- berlin.de - in der Suchmaske bei "Veranstaltungen" das Stichwort "vogelkundliche" eingeben
- Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW - bei der Schnellsuche/ den Suchkriterien Stichwort "vogelkundliche" eingeben

Dies ist nur eine Auswahl der Möglichkeiten, solche Führungen im Netz zu finden. Passende Suchwörter sind am einfachsten "vogelkundliche" oder "ornithologische".

Übrigens:
Solche Führungen sind eine tolle Möglichkeit, Kindern/ Jugendlichen die Natur näher zu bringen - solange sie freiwillig mitmachen möchten. Ab ca. 13 Jahren haben meine Eltern mit uns solche Führungen mitgemacht. Ganz toll war dann das kleine Fernglas, welches ich zum Gebutstag zur Vogelbeobachtung geschenkt bekam - und ich lausche noch heute gerne dem Gesang der Vögel und stelle mir dann vor, wer dort versteckt im Laub sitzt!

Und wer die Stimmen zuhaus nocheinmal nachhören möchte, kann sich zum Beispiel eine Vogelstimmen-CD kaufen, oder einfach in der Datenbank von Vogelstimmen.de nachforschen. Oder googelt selber unter dem Stichwort "Vogelstimmen", dort kommen viele, z.T. liebevoll gestaltete Seiten zum Thema Vögel und Vogelstimmen! Dort findet Ihr dann auch viele schöne Vogelbilder.
Hier eine kleine Auswahl:
- http://www.vogelstimmen-wehr.de/
- http://www.vogelsuche.de/
- Wer singt denn da - 10 Vogelstimmen mit Bild sowie ein kleines Ratespiel vom WDR
- 12 bekannte Vogelstimmen in Bild und Ton

Wer die Vögel dann genau kennen gelernt hat, der kann mitmachen bei der "Stunde der Gartenvögel" vom 9. bis 12. Mai von der NABU.

Habt Ihr schon den ersten Kuckuck gehört - dann meldet Ihn bei der NABU-Aktion "Schon gehört...?"!

Überhaupt gibt es bei der NABU viele Aktionen zu den Vögeln!

So, und jetzt aber gleich nachgeschaut, ob Ihr morgen eine Vogelkundliche Führung in Eurer Nähe mitmachen könnt...

Videos mit Vogelgesang findet Ihr im Sozialen Netzwerk Naturtipps.
Und wenn Euch das Netzwerk gefällt, dann macht doch mit - Tier-, Natur- und Umweltfreunde und -schützer sind willkommen.

Lernt die Natur kennen - Macht alle Mit!
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Donnerstag, 3. april 2008
Bild: www.pixelio.de/ K. Mann
Birken sind nicht nur schön, sondern geben auch leckeres Birkenwasser.

Wir sind mittendrin - in der Erntezeit für Birkensaft! Sie funktioniert von März bis zum Blattaustrieb im Mai. Der Baum pumpt die im letzten Sommer gespeicherten Nährstoffen in diesem Zeitraum aus den Wurzeln in die Knospen. Dann ist der "sprudelnde" Saftfluß von einem auf dem anderen Tag beendet. Wer jetzt eine Birke im eigenen Garten oder im Freundeskreis anzapfen darf, der hat Glück. Denn er kann einmal direkt die Kraft des Frühlings erleben. Allerdings sollten keine Bäume auf belasteten Böden (alte Industriebrachflächen, Straßenränder etc.) angezapft werden, da der Saft dann auch belastet sein kann. Da die Birke zu den Pionierbäumen gehört, wächst sie gerade auf Brachflächen gerne.

Das Ernten von Birkensaft ist eine schöne Sache, um Kindern und Jugendlichen die Natur näher zu bringen, privat ebenso, wie in der Schule. Denn zum einen erleben sie sichtbar, wie der Saft in einem Baum fließt und zum anderen gibt die Natur etwas leckeres :-) Passend dazu kann mit den Kindern das Naturerlebnisspiel "Baumtelefon" an einem liegenden Stamm gespielt werden.

Es gibt zwei Methoden der Safternte. Einerseits das Anbohren des Stammes und andererseits das Kappen eines Astes an seiner Spitze. Ich rate auf alle Fälle zur Astmethode, um dem Baum nicht der Gefahr einer kränkelnden Stelle im Stammholz auszusetzen. Bitte nicht fremde Bäume anzapfen, da es als Sachbeschädigung gelten kann, besonders bei der Stammmethode.

Für die Astmethode wird einfach ein Ast so abgeschnitten, daß das Ende einen Durchmesser von ca. 0,5 cm hat. Die Spitze wird in eine Glas-/ Plastikflasche gehängt und die Flasche stabil am Ast angebunden. Mit einer Folie wird die Öffnung abgedichtet, damit keine Insekten in die Flasche kommen - denn unter ihnen gibt es einige Feinschmecker dieses leckeren Saftes. Morgens die Flasche angehängt, kann abens schon der erste Saft geerntet werden. Die Astmethode gibt nicht die großen Mengen, aber für ein Glas täglich reicht es auf alle Fälle. Der Saft hält sich lediglich ein paar Tage im Kühlschrank. Er kann allerdings auch eingefroren werden, wobei nicht bekannt ist, wie die Inhaltsstoffe darauf reagieren. Auch mit Alkohol kann er 1:1 haltbar gemacht werden - aber dann nicht mehr für die Kinder...

Medizinisch hat der Saft auch einige Bedeutung, die Ihr in den bereits angegebenen Seiten nachlesen könnt, näher erforscht sind diese aber kaum. Zu medizinischen Zwecken kann ebenso der Tee aus den Birkenblättern verwendet werden. Birkensaft kann auch gekauft werden. So wird er z.B. in Finnland zu kommerziellen Zwecken geerntet.
Hier noch eine Zaubertrak-Forendiskussion über Birkensaft. Daraus geht z.B. auch hervor, daß Birkensaft früher zur Weinherstellung genutzt wurde. Vermutlich aus Ermangelung von reinem Trinkwasser.


Im Forum von Chefkoch.de gibt es auch eine interessante Diskussion zu dem Thema. Ein User hatte in einem russischen Laden eine 3 Liter Flasche mit Birkensaft gefunden und wollte nun mehr darüber wissen. Hier gibt es auch Rezepte zu Birkenwasser...

Übrigens:
Als Birkenwasser wird meist ein Auszug aus den Birkenblättern bezeichnet. Es wird z.B. gerne in Haarpflegemitteln verwendet.

Die Sandbirke war übrigens Baum des Jahres 2000. In dem entsprechenden sehr informativen Artikel auf Baum-des-Jahres.de geht es z. B. auch um die Weiblichkeit der Birken.
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Natur Community: Garten
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Montag, 31. märz 2008

Hallo Blogleser - heute seid Ihr dran. Wie wünscht Ihr Euch einen Blog, der taeglich neue interessante Informationen rund um den Tier-, Natur- und Umweltschutz bringt. Der einzige Anspruch von meiner Seite: Jeder Post soll Anregungen bringen, was der Leser selber aktiv machen kann für die Natur. Oder er soll Informationen zur Natur bringen, die sie dem Leser naeher bringt. Wenn Ihr ein wenig hier rumsurft, findet Ihr viele Anregungen für den Alltag, Mitmachaktionen aus dem Internet und auch einfach Gelegenheiten, die Natur von ihrer schönen Seite kennen zu lernen.

Was habt ihr für Ideen für eine attraktive Umweltseite, die den Leser nicht einfach nur taeglich mit Fakten zuschüttet?

Lasst es mich wissen - Web 2 ist schliesslich für eine gegenseitige Kommunikation gedacht...

von Macht alle mit! veröffentlicht in: Natur Community: Tier-, Natur- und Umweltschutz
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Samstag, 22. märz 2008
Bild: www.wmo.int
Wetter gibt es weltweit - mal "schön" mal "scheußlich"


Selbst wenn einigen bei den Wetterverhältnissen nicht so richtig Osterfesttäglich zumute ist - die Meteorologen wenigstens feiern heute bestimmt:
Denn seit dem Jahr 1950 feiert die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) jährlich am 23. März den Weltwettertag. Die WMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN). Über alle politischen Klippen hinweg sammelt sie weltweit Wetterdaten von über 20.000 Wetterstationen. Zusammen mit den Satellitenbildern aus dem All und vielen anderen wissenschaftlichen Erkenntnissen wird daraus dann jeden Tag der Wetterbericht gebastelt.

Und zur Feier des Tages gibt es eine
Message by Michel Jarraud, Secretary-General of WMO

Übrigens ist eine heutige 5tages-Vorhersage so gut wie eine 2tages-Vorhersage vor 20 Jahren. Allein das ist doch ein Grund zum Feiern! Und wenn sie mal nicht paßt - nehmt es gelassen! Das Wetter ist eigentlich unvorhersehbar. Die Welt ist doch viel komplexer, als wir Menschen es überschauen können. Vielleicht ist gerade irgendwo ein Sack Reis umgekippt oder so... Ein Grund zur Klage ist es aber bestimmt nicht, wenn das Wetter anders wird als vorhergesagt. Selbst wenn es ärgerlich sein kann - Meteorologen sind auch nur Menschen, und was sie da jeden Tag leisten ist toll!

Ein Danke an alle, die daran beteiligt sind - vom Wetterbeobachter über den Satellitenbilderauswerter bis zum Ansager in Funk und Fernsehen! Ohne sie alle wüßten wir doch täglich viel weniger über ein mögliches morgen als mit ihnen.

Was ist eigentlich Wetter?
Nun das ist kinderleicht! Auf der Seite physikfuerkids.de wird es schön erklärt.


Wetterexperimente I:
Und mit ein paar eigenen "Wetterexperimenten" kommt Ihr dem ganzen noch ein wenig mehr auf die Spur:
- zum Beispiel gibt es ganz viele experimente bei greenpeace4kids.de
- für Lehrer gibt es Wetterexperimente für den Unterricht bei lehrer-online.de

Wetterexperimente II:
Wetterexperimente ganz anderer Art werden aber vielleicht über uns ausgeführt:
- kurioses zu "Wetterexperimenten über Deutschland" gibt es von Donnerwetter.de als pdf-Datei
- Lösten geheime Wetterexperimente des britischen Verteidigungsministeriums Flutkatastrophen aus??
- und zwar geht es dabei wohl um eine Wolkenimpfung mit Silberjodid.
- Das Thema ist sogar so gefährlich, daß es seit 1977 mit der UNO-Konvention "Enmod Warfare" verboten

Wetterexperimente III:
- Video: Virtuelle Wetterexperimente, Düsseldorfer Informatiker machen aus nackten Zahlen bewegte Bilder in 3D-Qualität. Das Ziel: besondere Wetterereignisse sichtbar zu machen um so ihre Auswirkungen zu studieren, ohne dass man sie nachstellen oder gar erleben muss.


Übrigens:
Eine schöne Wetterbildergallerie mit Kinderbildern gibt es auch auf der wmo.int-Seite.
Und für die Großen Wetterbeobachter und Wetterkundler gibt es eine englischsprachige WMO e-learning website. Die Seite bietet auch noch manch andere interessante Informationen für Wetterfreunde.

Eine alternative deutsche sehr interessante Seite ist der Internetauftritt des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Dort war das Thema des Tages für Samstag allerdings auch nicht sehr feiertäglich sonnig:

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Winter bei uns, Sommer am östlichen Mittelmeer:

Das bereits seit längerer Zeit vorhergesagte winterliche
Osterwetter in Mitteleuropa hat vielleicht den einen oder die
andere bewogen, das Weite zu suchen. So lockt die europäische
Mittelmeerküste mit ihrem vermeintlichen Frühlingswetter;
zumindest in den Prospekten der Reiseveranstalter. Doch
Vorsicht - Vorurteile entbehren auch beim Wetter häufig jeder
objektivierbaren Grundlage. So bleiben auch einige der
beliebten Urlaubsregionen vom derzeitigen massiven
Kaltlufteinbruch nicht verschont. Besonders betroffen ist über
die Osterfeiertage das zentrale Mittelmeer, also etwa der
Bereich zwischen Balearen und Griechenland. Dort muss mit teils
kräftigen Schauern und Gewittern gerechnet werden. Auch die
Temperaturen liegen mit 10 Grad bis 15 Grad zumeist deutlich
unter der Wohlfühlgrenze. Etwas wärmer ist es am Ostersonntag
lediglich noch in den östlichen und südlichen Bereichen, sprich
Süditalien und Griechenland. Im Süden der Iberischen Halbinsel
ist es zwar in der Regel trocken mit reichlich Sonnenschein,
jedoch bleibt die Temperatur zumindest am Sonntag noch klar
unter der 20-Grad-Marke. Ab Ostermontag wird es dann allmählich
etwas milder. Wer es sommerlich mag, muss sich in den äußersten
Osten des Mittelmeeres zurückziehen, wo anfangs noch
Höchstwerte zwischen 25 und 30, im Binnenland teils auch über
30 Grad erwartet werden, bevor im weiteren Verlauf der Woche
die Temperaturen auch dort sinken.

Für einen Teil der Daheimgebliebenen gibt es jedoch ein
Trostpflästerchen. Ein kleines Zwischenhoch lässt am
Ostersonntag von Nordwesten her die Schneewolken dünner werden
und die Sonne zum Vorschein kommen. Im Südosten der Republik
sieht es dagegen trüber aus. Dort bleibt es wohl stark bewölkt,
und gelegentlich schneit es noch. Auch an der Nordsee
verdichten sich die Wolken nachmittags wieder. Der Ostermontag
bringt dann von Westen her erneut Schnee und Schneeschauer.

Dipl.-Phys. Ansgar Engel
Deutscher Wetterdienst
Vorhersage- und Beratungszentrale

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Einzig die aktuellen Schneehöhen in Deutschland (in cm) locken mancherorts noch raus - in den Schnee, da geht es von 15 cm südlich von Frankfurt über 41 cm am Kahlen Asten bis zu 295 cm auf der Zugspitze.
Na, hier im Ruhrgebiet herrschen gerade 0 cm mit Schneefall...

Das sind noch keine Rekordverhältnisse, aber Wetterrekorde sind auch gar keine so angenehme Sache! Bei einer bisher gemessenen Höchsttemperatur von 40,2 Grad und Tiefsttemperatur von -37,8 °C in Deutschland gefällt mir das momentane Wetter doch echt toll ;-)

Und wem mal ein Wetterbegriff komisch vorkommt, der kann ja im Wetterlexikon des DWDs nachschauen.

Ansonsten schreibt doch eine kleine Wettermomentaufnahme über Eure Region als Kommentar - wie ist es gerade bei Euch in Deutschland, Frankreich, Amerika, Östereich, Schweiz, Luxembug, Italien, Spanien, England und überall anders auf der Welt? Wann immer Ihr diesen Post lest - schreibt einen kurzen Wetterkommentar...

Bei uns zum Beispiel zischen garade nasse Flocken durch die Nacht und leuchten im Licht der Straßenlaternen kurz auf. Angekommen auf der Erde verwandeln sie sich in glänzende Pfützen und eine glänzende Wasserschicht durch die die Kinder morgen wieder mit ihren Gummistiefeln auf Rad und Roller rasen werden. Denn es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung...;-)



Bilder: www.naturtipps.de, Leuchtendes Osternest...

Also, Frohe Ostern und seid froh, daß das Wetter nicht noch extremer ist, und macht das Beste aus dem Wetter,

naturtipps!
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Freitag, 21. märz 2008

Bild: www.naturtipps.de
Wald ist für den Menschen u.a. ein Ort zum Erholen, Entspannen, Tief-Durchatmen und - Spaßhaben...

Internationaler Tag des Waldes

Auf einem Waldspaziergang kommen wir an gefällten Baumstämmen vorbei. Der ideale Platz für das Spiel vom Baumtelefon.

Spielablauf:
Erzählen einer kleinen Vorgeschichte:
Tiere, die in einer Baumhöhle leben, bekommen alles mit, was an "ihrem" Baum passiert. Da gibt es eine Katze, die ihre Krallen unten am Stamm wetzt, ein Eichhörnchen, das von Ast zu Ast springt, der Marder, der hungrig nach Beute Ausschau hält oder auch einfach nur der Wind, der die Äste aneinanderschlägt. Das Baumtelefon leitet alles zu der Baumhöhle weiter... Laßt uns mal Vogel und Marder spielen...

Einer bleibt allein an einem Ende des Stammes stehen und die anderen verteilen sich am anderen Ende des Stammes. Dort legen sie ein Ohr auf den Stamm und schauen dabei von dem "Marder" weg. Dieser kratzt jetzt vorsichtig mit einem Schlüssel oder Stock an seinem Stammende. Langsam aber sicher immer ein wenig lauter, bis der erste sich meldet, der es gehört hat/ bis es alle mit ihrem Ohr am Stamm hören.
Dann stellen sich alle hin und versuchen das Kratzen über die Luft nun aus der gleichen Entfernung zu hören - meist ist es dazu viel zu leise.

Erklärung:
Der Baumstamm leitet über seine zig Wasseradern im Holz das Geräusch von einem Stammende zum anderen weiter. Ein Stammbewohner weiß somit immer gleich Bescheid, falls sich jemand über den Stamm zu ihm schleichen will...

Übrigens:
Durch die "Wasserleitungen" wird aus einem kleinen trockenen Aststück schnell eine "Schaumpfeife". Einfach ein Ende in etwas Seifenblasenflüssigkeit o.ä. tauchen und dann durchpusten. Am jetzt nasssen Ende entsteht eine regelrechte Schaumschlange. Falls es nicht klappt, ist der Ast vielleicht zu frisch oder zu lang. Am Besten geeignet ist weiches Holz von schnell wachsenden Baumarten (z.B. Fichte, Pappel, Weide). In richtig hartem Holz sind die Wasserleitungen wesentlich dünner und die Luft geht viel schwerer durch.

Was passiert eigentlich mit dem Holz am Wegesrand? Je nach Qualität wird daraus vielleicht Papier, ein Schrank oder Furnierholz. Vielleicht auch Gartenmöbel - das wäre schön. Denn Gartenmöbel sind zum Leidwesen der Tropenwälder sehr begehrt. Nur leider achtet kaum jemand darauf, ob das Holz auch aus FSC-Beständen oder anderen umweltverträglichen Einschlägen stammt. Dann docvh am Besten einheimisch gewachsene Möbel, da kann man eine bessere Übersicht behalten. Greenpeace hat jetzt mit einer medienwirksamen Kampagne auf das Problem des illegalen Holzeinschlages in den Tropenwäldern hingewiesen. Erschütternderweise ist die EU demnach ein nicht unbedeutender Abnehmer dieser illegalen Holzeinschläge...
Auch der Greenpeace-Bericht "Tatort: Amazonas - Täter: Mahagoni-Mafia" berichtet über die Probleme des illegalen Holzeinschlages.

Also, egal was für Holz oder Holzprodukte für den Alltag gekauft werden sollen, achtet darauf, daß es umweltverträglich geerntet wurde. Falls es keine Hinweise oder eindeutigen Informationen dazu gibt - nicht kaufen!!! Auch wenn es gerade super günstige Gartenmöbel sind oder das ideale Parkett zu günstigem Preis... Hier darf nicht der Preis enstscheiden! Wir nehmen uns selber die Luft damit...

Und Papierprodukte gibt es z.B. schon lange aus Recyclingpapier...

Auch der übermäßige Fleischhunger vieler Menschen wirkt zerstörerisch auf die klimaregulierenden Tropenwälder: darüber berichtet zum Beispiel Greenpeace in seinem Artikel "Wir essen Amazonien auf". Es ist eine Zusammenfassung des Greenpeace-Reports "Eating up the Amazon". deshalb: Wenn Fleisch, dann am Besten aus einheimischer biologischer Haltung.

Übrigens:
Obwohl mittlerweile bekannt ist, das die Fichte für viele Standorte in Deutschland ungeeignet ist, wurden nach dem großen Sturm Kyrill 2007 viele Flächen wieder mit Fichten aufgeforstet. Warum? Das kann hier vielleicht jemand in einem Kommentar erklären. Mir fällt nur das Stichwort "Geld" zu diesem widersinnigen Verhalten ein. Denn es ist bekannt und erwiesen, daß Mischwald wesentlich gesünder und sturmfester ist. Und Stürme soll es durch das veränderte Klima vermehrt geben... Aber er ist eben später "erntereif"...

Übrigens ist auch in Deutschland ein urwaldähnlicher Wald mit alters- und artenmäßigen Mischbeständen am optimalsten. Außerdem sollte er Totholz enthalten als Lebensraum für viele Tiere des Waldes. So gibt es bei europaticker zum internationalen Tag des Waldes den Artikel "Für den Fledermausschutz möglichst viele Altbäume erhalten und Totholz im Wald belassen"

So hat der Wald vielfältige Aufgaben:
- Lebensraum für Tiere und Pflanzen
- Klimaregulator
- Holzlieferant
- Wasserspeicher
- Erholungs- und Spielraum für uns Menschen

In dem Sinne wünsche ich einen erholsamen Waldspaziergang auf den langsam frühlingsgrün gesäumten Waldwegen zu Ostern.

Und wer am Rechner noch Spaß zum Thema Wald haben möchte, findet z.B. bei umweltspiele.ch Onlinespiele zum Thema Wald

Eine schöne Waldspielkartei für Spiele mit Kindern und Jugendlichen draußen in der Natur bietet die Seite learn-line.nrw.de.

Schützt die Wälder - Macht alle Mit!

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Montag, 17. märz 2008

 

Photo: wikipedia/ Per H. Olsen

Jedes Jahr gibt es einen "Vogel des Jahres" - das sind Vogelarten, die besonders bedroht sind oder für einen Lebensraum besonders typisch. Ausgewählt wird die jeweilige Vogelart vom NABU zusammen mit dem Landesbund für Vogelschutz (LBV), NABU-Partner in Bayern. Seit 1971 gibt es schon diese Aktion. Während dieser Zeit wurden zahlreiche Vogelarten intensiv vorgestellt und behandelt.

Dieses Jahr ist es also der Kuckuck! Bekannt aus alten Kinderliedern und von manchem Sprichwort... Auch der Ruf dieses Vogels ist den meisten vertraut. Ein Bild von ihm sah manch einer spätestens im Biologieunterricht aufgrund des ungewähnlichen Brutverhaltens. Eigentlich also ist er gut bekannt und doch wird er immer seltener, dieser ursprüngliche Allerweltsvogel. Wem Ruf und Aussehen nicht vertraut sind, kann sich das Video zum Kuckuck vom NABU anschauen.

Der NABU möchte es nun genau wissen und hat ein Gewinnspiel gestartet:
Aktion „Schon gehört?"
Meldet dem NABU den ersten Kuckuck und macht mit bei der Gewinnaktion!


Aber auch ansonsten hat der NABU zahlreiche interessante Informationen und Materialien zu diesem grauen Vogel auf seiner Seite zusammengestellt, u.a.:
- Link zur "Lernwerkstatt zum Kuckuck" für Grund- und Förderschullehrer vom matobe-Verlag
- Mitmachaktion: Kuckuckskartierung
- Bastelbogen für ein Kuckucksmobile
- (Kultur)historische Betrachtungen zum Vogel des Jahres 2008
- Geschichte der Schwarzwälder Kuckucksuhren
- Steckbrief des Kuckucks
- Wie der Brutparasit die Wirtsvögel ausnutzt
- Der Zugvogel
- Schutz und Hilfe
- Literaturhinweise und Adressen von Experten
- online-Kuckucksspiel
- viele aktuelle Termine rund um den Kuckuck

Also, Ohren auf und bis zum ersten Ruf einfach mal die NABU-Seite zum Kuckuck durchsurfen!

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Montag, 17. märz 2008
Bild: naturtipps.de, Osterfeuer können eine unangenehm qualmende Angelegenheit werden.

Der Umweltverband BUND hat jetzt einen aktuellen Ökotipp für Osterfeuer veröffentlicht:
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Osterfeuer ohne Gefahren für Tiere und Umwelt


Mit Osterfeuern wird vielerorts traditionell das erwachende Frühjahr begrüßt. Hoch aufgeschichtete Reisig- und Holzhaufen werden am Osterwochenende angezündet, um den Winter zu vertreiben. Damit diese Tradition weder Tieren noch Umwelt schadet, müssen Regeln beachtet werden, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

Große Reisighaufen sind ein bevorzugter Lebensraum für Kleintiere. Käfer, Wildbienen, Kröten, Kleinvögel, Igel und Wiesel sind nur einige der Arten, die dort einen sicheren Unterschlupf suchen. Damit die Tiere nicht verbrennen, sollte der Baum- und Strauchschnitt erst kurz vor dem Abbrennen zusammengestellt oder vorsichtig, nicht mit spitzen Mistgabeln, umgeschichtet werden. Wer auf das Feuer verzichtet, schafft ganzjährige Lebensräume für die heimische Tierwelt.

Abfälle wie Haus- und Sperrmüll, lackiertes und behandeltes Holz, Reifen oder Plastik haben im Osterfeuer nichts zu suchen. Verbrannt werden darf nur der jährlich anfallende Pflanzenschnitt: gut getrockneter Baum- und Strauchschnitt oder Reisig.

Private Osterfeuer müssen bei der örtlichen Feuerwehr angemeldet werden. Diese berät auch bei der Wahl des Standorts und sorgt somit für mehr Sicherheit von Mensch und Umwelt.

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Betont werden muß nach den vergangenen teils sehr verregneten Osterwochenenden, daß das Holz TROCKEN sein soll! Es ist im Grunde eine Zumutung, wenn total durchnäßte Holzhaufen mit Benzin oder ähnlichem begossen werden, nur damit das Feuer stattfinden kann. Als "Lohn" gibt es dann weiße Rauchfahnen, die sich teils wie Nebel über die Landschaft legen...

Wer Alternativen dazu weiß kann sie gerne als Kommentar schreiben! Eine, die mir dazu prompt einfällt, wäre, das Abbrennen des Feuers zu verschieben. Das bringt allerdings häufig organisatorische Probleme mit sich. Denn mancherorts sind Osterfeuer nicht mehr nur gesellschaftliche sondern auch geschäftliche Ereignisse... Und wie so oft - Geld regiert die Welt.

Dabei legt der liebe Gott bestimmt keinen Wert auf solche Rauchsignale! Vielleicht sollte in solchen Fällen doch mehr an den Ursprung des Osterfeuers gedacht werden.

Na, hoffentlich wird es dieses Jahr eine trockene Osterfeuersaison mit sorgfältig umgeschichteten Holzfeuern...

Videos zu dem Thema gibt es wie immer beim Sozialen Netzwerk Naturtipps unter der Rubrik Videos, Kennzahl 112).

Macht alle Mit!
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Donnerstag, 31. januar 2008
Viele Menschen beobachten gespannt die Entwicklung der Pflanzen über das Jahr hinweg. Da wird hoffnungsvoll auf das erste blühende Schneeglöckchen gewartet, voller Schrecken das Aufblühen der Haselnuß festgestellt oder erfreut ein blühender Zweig der Forsythie geschnitten.

Auch Wissenschaftler beobachten die Entwicklung bestimmter Pflanzen genau und notieren diese über das Jahr hinweg, über viele Jahre hinweg, über Jahrzehnte hinweg. Da werden tägliche Runden gemacht, um sofort notieren zu können, wenn eine Pflanze einen neuen Entwicklungsschritt beginnt. Dabei werden auffallende Entwicklungsphasen wie Austrieb, Blattentfaltung, Blüte, Reife, Laubverfärbung und Blattfall beobachtet und notiert. Jedes Jahr wird dazu in den einzelnen Beobachtungsgebieten die selbe Pflanze bzw. der selbe Standort beobachtet. Eine genaue Erläuterung zu den Phänologischen Beobachtungen z.B. des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gibt die Seite Phänologie im Deutschen Wetterdienst mit ihren Unterseiten.

Mit Hilfe dieser Beobachtungen unterteilt der DWD das Jahr in
10 Phänologische Jahreszeiten:
- Frühling, bestehend aus Vorfrühling, Erstfrühling und Vollfrühling
- Sommer, bestehend aus Frühsommer, Hochsommer und Spätsommer
- Herbst, bestehend aus Frühherbst, Vollherbst und Spätherbst
- Winter, darunter wird die Vegetationsruhe verstanden

Eine ausführliche Anleitung und Beschreibung der Entwicklungsphasen von beobachteten Pflanzen gibt es als pdf-Datei zum Downloaden auf der Seite der Schweizer Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Sie haben ebenfalls eine sehr ausführliche Seite zu dem Thema Phänologie und suchen auch noch Phänologische Beobachter in der Schweiz. Übrigens werden auch bestimmte Landwirtschaftliche Tätigkeiten mit beobachtet, z.B. Saat und Ernte bestimmter Pflanzen.

Wurden über ein Jahr hinweg in einer Region konsequent alle Phänologischen Beobachtungen festgehalten, dann kann anschließend eine Phänologische Uhr erstellt werden. Das ist ein grafisches Kreisdiagramm, aus dem mit einem Blick ersichtlich wird, wie die Jahreszeiten sich dort über das Jahr verteilt haben. Eine genauere Erläuterung mit einem Beispiel dazu gibt es auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes.

Die Daten der Phänologischen Beobachtungen können z. B. in Karten verarbeitet werden. Ein schönes Beispiel mit interaktiven Karten gibt es von der Schweizer Zentralanstalt. Zieht man den Pfeil unten links auf den Karten auf bestimmte Termine des Balkendiagramms, kann bei der jeweiligen Entwicklungsphase der zeitliche Verlauf durch die Schweiz beobachtet werden. Da finden die Beobachtungen in den kalten Bergregionen deutlich später statt als in den warmen Tälern.

Aber die Daten der einzelnen Entwicklungsphasen können auch in Form von Diagrammen ausgewertet werden. Solche Phänologie Diagramme bietet ebenfalls die Schweizer Seite der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik.

Kinder/ Schule:
Eine schöne Aktion für Kinder ist es zum Beispiel über das Jahr hinweg Daten für eine Phänologische Uhr in ihrer Region zu sammeln. Das kann z.B. nach den Sommerferien beginnen und bis zu den nächsten Sommerferien fortgeführt werden. Oder die Schüler sollen einfach Beobachtungen von zuhaus melden und es wird untersucht, ob es im Einzugsgebiet der Klasse schon Unterschiede gibt.

Im Garten sind Phänologische Beobachtungen ebenfalls sehr nützlich:
So besagt eine Gärtnerregel z. B., daß Lavendel und Rosmarin erst im Frühjahr zur Blüte der Forsythie richtig geschnitten werden sollen.

Aktion:
Der DWD in Deutschland und die schweizer Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik suchen noch aktive Phänologische Beobachter! Meldet Euch dafür einfach auf der jeweiligen Seite!

Naturtipps-Onlineaktion:
Tragt als Kommentar den Termin der Vollblüte der Schneeglöckchen bei Euch ein. Mal schauen, wie der Frühling dieses Jahr durch Europa zieht.

Den Start kann ich hier im Rheinland schon machen:
28.01.1008 - auf einer Wiese in Essen/ Rheinland

Macht alle Mit!
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Natur Community: Naturtipps
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