Samstag, 7. juni 2008

Bild: www.pixelio.de/ Knaddldaddl
Korallenbleiche - das Totengerippe einer einst bunten Welt


Der blaue Planet - vom Weltall aus gesehen ist die Erde der blaue Planet...
Von der Erde aus betrachtet wird sie immer mehr der geplünderte, der tote Planet...

Die recherchen zum Tag der Ozeane machen traurig und verderben den Appetit - den Appetit auf Meeresfisch, gleichgültig ob zertifiziert oder aus Bioaquakultur, ob konventionell oder illegal gefangen...

Die Meere werden so sehr geplündert und übernutzt, daß anstatt der Angelleine nur noch eine stabile Ankerkette hilft - alle Fischerboote gehören angekettet, wie es scheint... Wer weiß da eine Lösung?

Ernährungstechnisch heißt es, wir sollen 2mal wöchentlich Fisch, am Besten Meeresfisch, essen - ökologisch gesehen kann davon momentan nur abgeraten werden. Denn die Meere sind spätestens 2050 wirtschaftlich leer gefischt, wenn es so weitergeht wie bisher. Es muß wesentlich sensibler mit diesem Lebensraum umgegangen werden.

Zur Zeit kann er ein klein wenig durchatmen, da laut Presselmeldung von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine e. V. aufgrund der hohen Treibstoffpreise Fischerboote nicht auslaufen - der Diesel kostet mehr, als der Fang einbringt... Davon profitieren auch die Meeressäuger, die massenweise als Beifang in den Netzen und an den Angelleinen ums Leben kommen. Als Kadaver häufig wieder über Bord gehen...

Beifang - wertlos und lästig...
Tiere - wertvoll und lebenswert!

Sehr aufschlußreich über den schlechten Umgang der Menschen mit den Ozeanen ist der Bericht des WWF: Unsere Ozeane: geplündert, verschmutzt und zerstört.
Der 20seitige reich illustrierte Bericht ist als pdf-Datei runterladbar.

Interessante Gedanken zum Tag der Ozeane gibt der Artikel "Kieler Forscher warnen vor nachhaltigen Veränderungen". In ihm wird auch über Gedanken zur zukünftigen Nutzung der Ressourcen geschrieben - Gedanken, die wiederum zu denken geben.

Ach ja - eigentlich ist es ein Tag, an dem die Ozeane gefeiert werden können:
"Seit dem UN-Umweltgipfel von Rio de Janeiro 1992 wird am 8. Juni inoffiziell, aber weltweit, der "World Ocean Day" gefeiert.", wird im Artikel ""Tag der Ozeane" im Tiergarten Schönbrunn" berichtet.

Nachdem Naturtipps schon mehrmals darauf hingewiesen hat, nur zertifizierten Seefisch zu kaufen, kommt langsam die Frage auf, ob wir überhaupt noch Seefisch essen sollten...

"Welche Alternativen gibt es ernährungstechnisch?", frage ich hiermit alle Naturtipps-Leser! "Ist Meeresfisch wirklich so wichtig in der Ernährung?" Ich bin gespannt auf Eure Kommentare...

Und hier noch das Motto dieses Jahres:
"Helping our climate, helping our ocean with a special focus on coral reefs"

Das bedeutet so viel wie:
"Wer unserem Klima hilft, der hilft unseren Ozeanen - mit speziellem Focus auf die Korallenriffe"

Übrigens:
2008 ist unter anderem das internationale Jahr des Riffs!

Mit anderen Worten, neben dem Reduzieren des Fischverzehrs und bewußtem Kauf von Fisch (Post 33) und 35) helfen auch alle Maßnahmen zum Klimaschutz den Meeren!


Und verzichtet im Urlaub auf den Kauf von Korallen, Muscheln und anderen Souveniren aus dem Meer - zumal viele im Urlaubsland angebotenen Dinge gar nicht nach Deutschland eingeführt werden dürfen...

Wer noch weiß, wie wir im eigenen Leben den Ozeanen helfen können - schreibt es als Kommentar!

Macht alle Mit!

...und schaut Euch das Video zu "Deep Blue" auf dem Sozialen Netzwerk Naturtipps an - eigentlich ist das Meer schon gut eingerichtet, auch ohne den Menschen...

 


von Macht alle mit! veröffentlicht in: Meer Community: Tier-, Natur- und Umweltschutz
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Sonntag, 18. mai 2008

Bild: DRG
Sicht- und Hörbeobachtung zum Schutz des Kleinen Tümmlers

Heute ist der Tag des Ostsee-Schweinswales!

Vor fast 30 Jahren, beim Segeln auf der Ostsee begleiteten uns Kleine Tümmler auf einer Segeltour durch den "Kleinen Belt" in Dänemark. Damit waren sie die ersten Delfine, die ich life sah. Sie schwammen eine Zeit lang mit unserm Segelboot mit, ich werde es nie vergessen...

Mit dem heutigen Aktionstag begegnen sie mir wieder - online. Ich nutze diese Gelegenheit, um auf die Sichtungsaktion hinzuweisen, die von mehreren Organisationen (NABU, Bundesamt für Naturschutz (BfN), Gesellschaft zur Rettung der Delfine e.V. (DRG), GSM (Gesellschaft zum Schutz der Meeressäugetiere e.V)) gemeinsam durchgeführt wird. Sie dokumentieren im Rahmen des Schweinswalschutzprojektes Weser-Mündung Sichtungsmeldungen über den Kleinen Tümmler.

Zitat aus der Aktionsseite:

--------------------------------------------

" Deshalb unsere Bitte:
Bitte helfen Sie uns bei den Erhebungen zur Verbreitung des Schweinswals in der Weser!

Melden Sie uns Ihre Schweinswalsichtungen!
Es zählt jede Beobachtung!
Kontakt per E-Mail: Denise Wenger"

--------------------------------------------

Aufgerufen sind einfach alle, die sich auf, im oder am Weserwasser rumtreiben, Zitat von der Aktionsseite der GRD e.V.:

--------------------------------------------

"Walfreunde um Mithilfe gebeten - Schweinswale in der Weser – bitte Sichtungen melden!

Die Suche nach den Walen in der Weser geht also weiter! Die Untere Naturschutzbehörde Brake und die Gesellschaft zur Rettung der Delphine bitten auch in diesem Jahr wieder alle Fährfahrer, Segler, Kanufahrer, Motorbootfahrer, Anwohner und Spaziergänger, die Augen offen zu halten und Schweinswalsichtungen zu melden. Auch die Weserfähre GmbH unterstützt diese Aktion, hat Informationen für ihre Passagiere auf den Fähren ausgestellt und veranstaltet einen Fotowettbewerb für das schönste Schweinswalfoto.

Zur genauen Datenaufnahme bietet die GRD einen Schweinswal-Sichtungsbogen an. Aber auch jede einfache telefonische Meldung mit Ortsangabe ist wertvoll!
Denise Wenger"

--------------------------------------------

Übrigens:
Nicht nur Sichtungen über die Tiere in der Weser sind willkommen, sondern auch Sichtungen in der Nord- und Ostsee werden dokumentiert. Außerdem werden nicht nur Meldungen über lebende Tiere gesammelt, sondern auch tote Tiere werden dokumentiert und bei rechtzeitiger Meldung auch untersucht.

Für Rückfragen:

Petra Deimer, Hans-Jürgen Schütte GSM, Tel. 04106 4712 www.gsm-ev.de
Im Internet zu finden unter www.NABU-Meeresschutz.de, www.NABU-SH.de, www.delphinschutz.org, www.gsm-ev.de

Bei den Beobachtungen dieser Meeressäuger verlassen sich die Tierschützer nicht nur auf das Auge. Hier wird sogar offiziell abgehört:

Pressemeldung der GRD.e.V.:

--------------------------------------------

30.04.3008 - Großer Lauschangriff auf kleine Weser-Wale!

Schweinswale, unsere einzige einheimische Walart, sind strak gefährdetMünchen/Brake, 30.04.2008 – Bei der Suche nach den Schweinswalen in der Weser kommen in diesem Jahr erstmals High-Tech-Lauschdetektoren zum Einsatz. Die Gesellschaft zur Rettung der Delphine e.V. (GRD) und die Untere Naturschutzbehörde Brake haben in der Weser Unterwasser-Mikrophone installiert, die die Laute der kleinen Wale aufzeichnen.

--------------------------------------------

Also:
Haltet Eure Augen auf, Macht alle Mit!


Ach ja, warum der Ostsee-Schweinswal gefährdet ist?

Darüber berichtet unter anderem folgender Artikel:

--------------------------------------------

Der Ostsee-Schweinswal im Todesnetz

Umweltverbände fordern schnelle Einführung einer Wal-freundlichen Fischerei-Praxis

(pur). Umweltverbände halten die bislang eingeleiteten Maßnahmen zum Schutz des Schweinswals in der Ostsee für unzureichend. Nur ein sehr geringer Teil der Fangflotte in Mecklenburg-Vorpommern wird derzeit auf schweinswalfreundlichere Fischfangmethoden umgestellt, sagen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Mecklenburg-Vorpommern, die Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) und die Gesellschaft zum Schutz der Meeressäuger (GSM) in einer gemeinsamen Erklärung.
Besorgniserregend sind in jüngster Zeit die Funde toter Schweinswale an der Ostseeküste: ihre Zahl hat sich gegenüber den Werten der letzten 10 Jahre verdreifacht! Fast 60 tote Tiere wurden im Laufe des Jahre 2007 an der Küste Mecklenburg-Vorpommerns registriert. Diese Zahlen sind erschreckend, denn sie liegen deutlich über der natürlichen Vermehrungsrate. Von der östlichen Unterart des Ostseeschweinswals gibt es nur noch 200 bis 600 Tiere. Damit gehört sie zu den in Europa am stärksten gefährdeten Kleinwal-Populationen.

Der Haupt-Gefährdungsfaktor für den Schweinswal ist die Fischerei mit Grundstellnetzen, in denen die Kleinwale regelmäßig ertrinken. Um diese Gefahr zu reduzieren, können an die Netze so genannte 'Pinger', akustische Abschreckungsgeräte, angebracht werden. Die Anbringung derartiger Pinger ist nach einer EU-Verordnung aus dem Jahr 2004 allerdings nur für Fischkutter ab 12 m Länge vorgeschrieben. "Kleinere Boote bringen zwar die gleichen Netze aus wie größere Boote, doch die zugrunde liegende EU-Verordnung ist stark Fischerei-freundlich ausgerichtet und widerspricht völlig dem heutigen Wissensstand zum Thema Schweinswal-Schutz", sagt Ursula Karlowski, Vorstandsmitglied des BUND MV. "Die umfangreichen Schutzbestimmungen für den Kleinwal in unserer Ostsee laufen dadurch ins Leere!"
Entsprechend der EU-Verordnung müssen auch in MV bereits seit Januar 2007 Pinger an den Stellnetzen der größeren Boote angebracht werden. Laut Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 25.2.08 geschieht dies erst jetzt, über ein Jahr später. In Mecklenburg-Vorpommern besitzen laut Aussage des Ministers für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Till Backhaus maximal 35 Fischkutter eine Länge von über 12 m. Die große Mehrzahl der Fischerei-Fahrzeuge wird daher nicht von der Regelung erfasst: 850 Boote dürfen weiterhin ihre Stellnetze ohne jede Schutzvorkehrung für Schweinswale ausbringen.
"Wenn nur einige Netze mit Pingern ausgerüstet werden, können die Tiere von den Geräuschen geradezu in die Pinger-freien Netze getrieben werden", warnt der Meeresbiologe Sven Koschinski von der Gesellschaft zur Rettung der Delphine.
Die Umwelt- und Naturschutzverbände BUND, GRD und GSM fordern den sofortigen und vollständigen Ersatz der todbringenden Grundstellnetze durch die Einführung einer schweinswalfreundlichen Fischerei-Praxis. Dazu zählen Langleinen, Fischfallen und Kammer-Reusen. "Beim Einsatz von Kammer-Reusen können in die Netze geratene Kleinwale zum Atmen an die Oberfläche kommen und von den Fischern lebend in die Freiheit entlassen werden", sagt Koschinski. "Diese Fischereiform ist in Dänemark üblich. Ein Nebeneffekt ist, dass Wissenschaftler versehentlich gefangenen Walen sogar noch Sender anbringen können, um so genauere Daten zu ihrem Verhalten zu bekommen."

--------------------------------------------


...und dann ist da z.B. auch noch die Sprengung von Altmunitionen im Meer. Mehr darüber erfahrt Ihr in der Kampagne Munitionsaltlasten in der Ostsee der GRD e.V. .
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Meer Community: Tier-, Natur- und Umweltschutz
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen
Samstag, 5. januar 2008
Das Jahr 2008 wurde jetzt von der renommierten Internationalen Korallenriffinitiative zum Jahr des Riffes ausgerufen und steht in Deutschland unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel.

Nun gab es bei Naturtipps gerade im Dezember im Naturtipp 033) Ökologischen Fisch auf den Festtisch! den Hinweis auf ökologischen Fischkauf. Ein Problem bei Meeresfisch: Die Schleppnetze zerstören zum Teil wertvollen Meeresboden, bzw. die dort bestehenden Biosysteme.

Jetzt hat der WWF passend dazu eine Pressemeldung rausgebracht:

Die Uhr für Tiefsee-Riffe tickt

Danach werden die Tiefsee-Riffe wegen ihres Fischreichtums zum Opfer der Fischereiindustrie. Deren Grundschleppnetze machen die Korallen förmlich platt. Tonnenschwere Metallplatten und Räder an den Netzen hinterlassen eine Spur der Verwüstung. Aber eine Regeneration solcher Flächen dauert mehrere Jahrhunderte, falls sie überhaupt möglich ist. Durch das langsame Wachstum im Kaltwasser sind diese Riffe extrem störanfällig.

Dabei haben die Lebensgemeinschaften der Tiefsee auch als „Meeres-Apotheke“ besonderen Wert für den Menschen: hier finden sich viele für ihn hochwirksame medizinische Substanzen.

Die Frage ist: jetzt schnelles kurzfristiges Geld mit Fischraub oder langfristiger Nutzen durch das Erforschen des Lebens! Die erst in den letzten Jahrzehnten entdeckten Kaltwasserkorallen sind mit ihren Schwämmen, Seesternen, Seeigeln und vielfältigen Tiefwasser-Fischen das europäische Äquivalent zum australischen Great Barrier Reef.

Es ist an uns, dieses mit zu schützen - durch unser Kaufverhalten! Bis die Politiker mit den Gesetzen einen umfassenden Schutz durchsetzen!

Orientiert Euch beim Kauf von Meeresfisch am Besten am WWF-Fischführer!

Macht alle Mit!
von Macht alle mit! veröffentlicht in: Meer Community: Naturtipps
Kommentar hinzufügen Kommentare (0)    empfehlen

Über diesen Blog

  • : Naturtipps
  • naturtipps
  • : Familie Gesellschaft Kinder Bildung / Schule Kochen gesellschaft
  • : Die Natur kann ohne uns leben, aber wir nicht ohne die Natur! Darum, macht alle mit - hier gibt es Naturtipps für jeden: Für Kinder genauso wie für Erwachsene und für Männer wie auch für Frauen! Ökotipps für den Garten ebenso wie für den Haushalt, die Werkstatt, den Computer, die Haustiere, die Wildtiere und und und. Linktipps sind ebenso da wie eigene Artikel! Schaut alle rein!
  • Diesen Blog empfehlen
  • Zurück zur Startseite

Suchen

Kalender

Juli 2008
M D M D F S S
  1 2 3 4 5 6
7 8 9 10 11 12 13
14 15 16 17 18 19 20
21 22 23 24 25 26 27
28 29 30 31      
<< < > >>

Empfehlen

Klicken Sie hier, um diesen Blog weiterzuempfehlen.
Blog : Gesellschaft sur de.over-blog.com - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden